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Steigende Nachfrage nach E-Autos: Volkswagen passt Produktion an

Wirtschaft

Steigende Nachfrage nach E-Autos: VW passt Produktion an

Stand: 24.09.2026 10:27 Uhr

Weniger Verbrenner in Wolfsburg, dafür mehr E-Autos in Emden und Zwickau: In den VW-Werken sollen die Kapazitäten an die veränderte Nachfrage angepasst werden, wie der Volkswagen Konzern gegenüber dem NDR bestätigt hat.

von Annette Deutskens

Für Volkswagen markiert die aktuelle Entwicklung einen "Wendepunkt in der Transformation des Automobilmarktes". Heißt: Die Nachfrage nach Verbrennern sinkt, die Nachfrage nach E-Autos steigt - und damit ändert sich auch die Auslastung der entsprechenden Werke. Nach VW-Angaben sollen in Wolfsburg, wo bisher ausschließlich Verbrenner vom Band rollen, etwa 30.000 Fahrzeuge weniger gebaut werden als geplant. Ursprünglich vorgesehene Sonderschichten für den Standort fallen daher weg.

Minus bei Verbrennern, Plus bei E-Autos

Das Minus bei den Verbrennern spiegelt sich wiederum als Plus bei den E-Autos wider. Konkrete Zahlen nennt VW nicht, in Konzernkreisen ist aber von "einigen tausend" Fahrzeugen die Rede, die in Zwickau und Emden jetzt dazu kommen. In Emden seien Schließtage vom Tisch, im Gegenteil, es habe sogar einzelne Sonderschichten gegeben, bestätigt der Betriebsrat. Ein großer Teil des Zuwachses bei den E-Autos entfällt allerdings auf den Standort Spanien, wo der elektrische ID.Polo gefertigt wird. Die Nachfrage nach den Kleinwagen hat die Erwartungen nach Unternehmens-Angaben deutlich übertroffen. Zusammen mit den VW-Marken Skoda und Cupra seien bereits mehr als 100.000 Bestellungen für die neuen E-Modelle eingegangen.

Geringere Gewinnmarge bei E-Autos

Die deutschen Autobauer rechnen damit, dass sich angesichts hoher Spritpreise, einer verbesserten Ladeinfrastruktur und neuer Elektromodelle zunehmend Menschen für E-Autos entscheiden. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes gab es im August im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Anstieg von rund 75 Prozent bei neu zugelassenen Elektroautos. Die Zahl der Benziner sank dagegen um knapp 38 Prozent. Für VW ist eine bessere Auslastung der Elektroauto-Werke zwar grundsätzlich gut, allerdings verdienen die Wolfsburger mit den Modellen immer noch weniger als mit den Verbrennern. Ein Grund sind die nach wie vor teuren Batterien.

Zukunft einzelner Standorte bleibt ungewiss

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