Steinadler attackiert Drohne nahe Nationalpark Berchtesgaden
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Adler-Attacke bei Schneizlreuth: Greifvogel bringt Einsatz-Drohne zum Absturz
Von: Felix Graf
Spektakulärer Zwischenfall am Rande des Nationalparks Berchtesgaden: Bei Schneizlreuth hat ein Steinadler eine Drohne im Flug attackiert und zum Absturz gebracht. Das unbemannte Fluggerät war mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet und befand sich im Rahmen eines Waldbrandeinsatzes auf einem Erkundungsflug.
Schneizlreuth – In dem betroffenen Gebiet lebt seit geraumer Zeit ein heimisches Adler-Pärchen. Wie es dem Greifvogel nach dem Zusammenstoß geht, ist derzeit noch unklar. Nach Angaben von Toni Wegscheider, Bartgeierexperte beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV), sei im Umkreis bisher kein Tier mit Verletzungen oder auffälligem Verhalten gesichtet worden.
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Das Verhalten des Steinadlers sei aus biologischer Sicht keineswegs ungewöhnlich, wie Wegscheider ausführt. Die Tiere reagieren äußerst sensibel auf jegliche Flugbewegungen in ihrem Revier und verteidigen ihren Lebensraum konsequent gegen vermeintliche Eindringlinge. Zur Revierabgrenzung nutzen Steinadler üblicherweise den sogenannten „Girlandenflug“ – einen Flugstil in Wellenform –, der Rivalen als optisches Stoppsignal dient. Da die Drohne auf diese Warnung erwartungsgemäß nicht reagierte, ging der Raubvogel schlussendlich zur physischen Attacke über.
Generelles Drohnenverbot im Nationalpark Berchtesgaden
Im Nationalpark Berchtesgaden und dessen unmittelbarer Umgebung gibt es nach LBV-Angaben rund ein Dutzend Steinadlerreviere. Ein direkter Zusammenstoß zwischen einem Adler und einem unbemannten Fluggerät sei in der Region bislang jedoch noch nie dokumentiert worden.
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