Stellenabbau: Deutsche Unternehmen bauen die meisten Arbeitsplätze ab
Düsseldorf. Lange Zeit haben Deutschlands Top-Unternehmen dank ihrer starken Auslandsmärkte Personal aufgebaut. Allein VW hat in den zehn Jahren bis zum Rekordjahr 2023 seine Mitarbeiterzahl um rund 100.000 auf 684.000 erhöht. Diese Boomzeiten sind vorbei. Binnen eines Jahres ist bei den 40 Dax-Konzernen die Zahl der Angestellten weltweit um 47.700 oder 1,2 Prozent auf 4,06 Millionen zum Ende des Geschäftsjahres 2025 gesunken.
Im Vergleich mit großen europäischen Nachbarländern stehen die deutschen Konzerne damit am schlechtesten da, wie eine Untersuchung der Strategieberatung EY-Parthenon zeigt, die dem Handelsblatt vorab vorlag. Bei den französischen Top-Unternehmen ging die Mitarbeiterzahl lediglich um 0,2 Prozent zurück. Die italienischen und spanischen Unternehmen legten sogar jeweils um 0,9 Prozent zu – in Italien um 10.900 Beschäftigte, in Spanien um 11.600.
Für Deutschlands Top-Unternehmen erweist sich die internationale Ausrichtung zunehmend als Nachteil. Ein Ende des Personalabbaus ist nicht in Sicht. In einzelnen Branchen allerdings sorgen Technologiewandel und Sonderkonjunkturen für kräftiges Wachstum und einen regelrechten Einstellungsboom.