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Sterberisiko: Was das Alter der Eltern über die eigene Lebenserwartung verrät

Allgemein

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Können Menschen Langlebigkeit an ihre Kinder vererben? Wer Eltern hat, die 100 Jahre oder älter werden, könnte selbst gute Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben haben.

Das haben Wissenschaftler der Alternsforschung und Genetik des Albert Einstein College of Medicine in New York kürzlich herausgefunden. Dafür werteten sie die Daten von insgesamt 4030 Nachkommen von Hundertjährigen aus. Die Studie wurde im Fachmagazin „JAMA Network“ veröffentlicht.

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Die untersuchten Nachkommen hatten mindestens einen Elternteil, der das 100. Lebensjahr erreicht hat, und wurden mit den Nachkommen einer Kontrollgruppe verglichen, deren Eltern eine kürzere Lebenserwartung hatten.

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Die Forscher fanden heraus: Kinder von Hundertjährigen sterben nicht nur später – bei ihnen treten auch bestimmte altersbedingte Erkrankungen später und seltener auf.

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Im Vergleich zur Kontrollgruppe hatten die Kinder von Hundertjährigen ein um 42 Prozent geringeres Sterberisiko. Gleichzeitig verschob sich das erwartete Sterbealter im Mittel um gut drei Jahre nach hinten.

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Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte sich ein Vorteil. Das Risiko für solche Erkrankungen war bei den Nachkommen von Hundertjährigen um rund ein Drittel geringer. Besonders deutlich war der Unterschied bei Bluthochdruck: Das Risiko war um etwa 32 Prozent reduziert. Zudem trat Bluthochdruck im Durchschnitt rund fünf Jahre später auf.

Selbst nachdem die Forscher Faktoren wie Geschlecht, Bildungsstand und – je nach Studie – Rauchen, Bewegung, Ernährung, Alkoholkonsum und sozioökonomischen Status berücksichtigt hatten, blieben die Unterschiede weitgehend bestehen.

Könnten Eltern also die Langlebigkeit an ihre Kinder vererben? So weit gehen die Forscher nicht. Die Studie war eine Beobachtungsstudie und untersuchte nicht direkt, welche Gene für den Effekt verantwortlich sein könnten.

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