Sternbrücke: Ab dem frühen Morgen rollen wieder Züge
Stand: 30.08.2026 13:15 Uhr
Drei neue Brücken mussten eingebaut werden, darunter die imposante neue Sternbrücke – deshalb fuhren zwischen Altona und Sternschanze wochenlang keine Fernzüge und S-Bahnen. Nun ist die Unterbrechung vorbei.
Ab dem frühen Montagmorgen sollen wieder Fernzüge und S-Bahnen zwischen Altona und Sternschanze rollen. Morgen früh um 4.13 Uhr soll die Sternbrücke ohne jede Zeremonie in Betrieb gehen: Dann rollt der erste fahrplanmäßige Zug, der RE70 aus Elmshorn, über die große Brücke. 17 Minuten später soll ein ICE nach Basel folgen, als erste S-Bahn könnte die S5 Richtung Hauptbahnhof um 4.34 Uhr kommen.
Täglich wieder 900 Züge über die Sternbrücke
Das Bahn-Team um Projektleiterin Janna Widmaier hätte allen Grund zum Champagnertrinken: Der Einbau der 3.700 Tonnen schweren Brücke und zweier Nebenbauwerke mit Oberleitung und Signalen gilt als technische Meisterleistung. Die Strecke Altona-Hauptbahnhof ist ein internationaler Bahn-Korridor - ab Montag rollen hier wieder täglich 900 Züge.
Straßen bleiben noch länger gesperrt
Allerdings hatte die Bahn vor den Arbeiten die Sperrpause um zwei Wochen verlängert, weil die Oberleitungen Probleme machten. Auch jetzt wird nicht alles rechtzeitig fertig: Die Straßen unter der Sternbrücke bleiben zunächst gesperrt, die Stresemannstraße etwa ist erst ab dem 7. September wieder frei, die Max-Brauer-Allee noch später. Grund ist unter anderem, dass die Bahn am Bahndamm 10.000 Tonnen mehr Boden austauschen musste als ursprünglich geplant.
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100 Jahre alte Brücke ersetzt
Die alte Sternbrücke stammte aus dem Jahr 1926. Wegen ihres Zustands und der gestiegenen Anforderungen an den modernen Bahnverkehr hatte sich die Deutsche Bahn für einen Neubau entschieden.
Der Einbau war das Ergebnis eines spektakulären Transports Ende Juli: Die neue, 108 Meter lange Brücke wurde rund 500 Meter vom Bauort bis zum Bahndamm an der Kreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße gefahren - Zentimeter für Zentimeter, an manchen Stellen mit nur 40 Zentimetern Abstand zu den Häusern. Tausende Schaulustige verfolgten das Manöver des niederländischen Spezialteams Mammoet mit Volksfeststimmung.