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Sternschnuppen: Heute Nacht erreichen die Orioniden ihren Höhepunkt

Wissenschaft

Astronomie zum Erleben

Die Orioniden-Sternschnuppen erreichen ihren Höhepunkt

Stand: 21.10.2026 12:01 Uhr

Jedes jahr Ende Oktober erreichen die Sternschnuppen der Orioniden ihren Höhepunkt. In der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 2026 sind die meisten am Himmel zu sehen. Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde sind möglich. Wer sich die Nacht um die Ohren schlägt, bekommt noch Mars und Jupiter zu sehen.

von MDR WISSEN/PK

Der angegebene Wert gilt allerdings nur bei idealen Bedingungen. Da diese fast nie vorherrschen, gilt eine einfache Faustregel: Einfach von der Hälfte des angegebenen ZHR-Wert ausgehen – also der zenitalen stündlichen Rate. Das entspricht immerhin einer Sternschnuppe alle sechs Minuten.

Dafür sucht man sich am besten einen dunklen Ort weit weg von den Lichtern der Stadt. Keinesfalls ein Teleskop oder Fernglas verwenden. Dafür sind die Leuchterscheinungen einfach zu schnell.

Warum sind die Sternschnuppen der Orioniden so schnell?

Besonders die Orioniden gehören mit einer Geschwindigkeit von 66 Kilometer pro Sekunde zu den schnellsten wiederkehrenden Meteorströmen. Umgerechnet sind das unvorstellbare 237.600 km/h (von Magdeburg nach Chemnitz in unter 3 Sekunden). Nicht einmal Flugzeuge oder Raketen kommen annähernd an solche Geschwindigkeiten – mit Ausnahme einiger weniger Raumsonden im tiefen Weltraum.

Verantwortlich für dieses rasante Tempo ist der Ursprungskörper der Orioniden: der berühmte Halleysche Komet, der etwa 75 Jahre für eine Sonnenumrundung benötigt. Anders als die Erde bewegt sich der Komet auf einer retrograden, also rückläufigen Bahn – entgegengesetzt zur Umlaufrichtung unseres Heimatplaneten.

Wenn die Erde und der Kometenschweif aufeinanderprallen, bewegen sie sich quasi frontal aufeinander zu. Genau dadurch erreichen die winzigen Staubkörner in unserer Erdatmosphäre diese extreme Wucht. Mit einem Fernglas hat man da keine Chance. Das bloße Auge reicht völlig aus.

Die Orioniden sind etwas für Nachteulen

Zwar tauchen die Leuchtstreifen willkürlich am gesamten Nachthimmel auf, doch wer ihre Spuren in Gedanken zurückverfolgt, landet am scheinbaren Ursprung: dem Radianten am Kopf des Sternbilds Orion, gleich neben den Zwillingen. Ab Mitternacht steht der Radiant hoch genug am Firmament, um ihn gut zu beobachten. Und wenn Sie schon mal draußen sind, dann schauen Sie vielleicht ein wenig weiter Richtung Osten. Dort können Sie ab 2 Uhr Mars und Jupiter aufgehen sehen.

Mitten in der Woche bis zum Morgengrauen aufbleiben? Das ist nicht jedermanns Sache. Wer lieber auf das Wochenende wartet, geht trotzdem nicht leer aus: Die Orioniden sind noch bis zum 7. November aktiv – auch wenn die Sternschnuppenrate nach dem Maximum in dieser Nacht langsam wieder abnimmt.

pk

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