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Sternschnuppen im Herbst: Die Tauriden erleuchten den Herbsthimmel

Wissenschaft

Jährliche Meteorschauer sind stets Höhepunkte des Jahres, doch im Herbst kommen wir in den Genuss eines »Zwei-für-eins«-Angebots, das sich über Monate erstreckt. Diese als Tauriden bezeichneten Schauer lassen den Nachthimmel während der gesamten Saison erstrahlen und bieten eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für besonders helle Meteore – sogenannte Feuerkugeln –, die dazu beitragen, die dunkler werdenden Tage zu vertreiben.

Den ersten Beitrag zur Meteorschau liefern die südlichen Tauriden. Dieser Meteorstrom hat bereits am 20. September seine Aktivität begonnen und wird voraussichtlich bis zum 20. November andauern. Der Höhepunkt der Feuerkugelaktivität wird für die Nacht vom 4. auf den 5. November vorhergesagt – kurz nach Halloween.

Meteore, auch als Sternschnuppen bekannt, sind die sichtbaren Überreste von Trümmerteilen, die von einem Asteroiden oder Kometen herabfallen. Die Quelle des Staubs und der Trümmer, aus denen die südlichen Tauriden bestehen, ist der Komet 2P/Encke, ein relativ kleiner Komet mit einem Durchmesser von etwa 4,8 Kilometern, wie die NASA angibt. Tritt ein solches, meist winziges Staubteilchen, mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein, kann die Luft nicht schnell genug »ausweichen«. Dabei wird sie stark komprimiert und erhitzt. Atome und Moleküle der Atmosphäre sowie verdampftes Material des Staubteilchens werden in der Folge angeregt, teilweise auch ionisiert, und zum Leuchten angeregt. Das erzeugt die markante Lichtspur. Je nachdem, welche Elemente beteiligt sind, kann das Meteor in unterschiedlichen Farben aufleuchten.

In diesem Jahr wird in der Nacht vom 4. auf den 5. November nur 22 Prozent der Mondoberfläche beleuchtet sein, was laut der American Meteor Society (AMS) »im Allgemeinen günstige« Beobachtungsbedingungen für den Höhepunkt der südlichen Tauriden bietet.

Der Schwester-Meteorschauer der südlichen Tauriden, die nördlichen Tauriden, beginnt laut AMS am 20. Oktober, überschneidet sich einige Wochen lang mit den südlichen Tauriden und erreicht seinen Höhepunkt in der Nacht vom 11. auf den 12. November.

Man kann die Tauriden ganz ohne ausgefallene Ausrüstung beobachten. Gehen Sie nach draußen und suchen Sie sich einen sicheren Ort mit minimaler Lichtverschmutzung und freier Sicht auf den Himmel. Geben Sie Ihren Augen etwa 30 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, und schauen Sie dann nach oben. Die Meteoritenschauer sind nach dem Sternbild Stier (lateinisch: Taurus) benannt, doch die Sternschnuppen können auch in der Nähe anderer Sternbilder erscheinen.

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