Sternschnuppen: Wann erreichen sie 2026 ihr Maximum?
Im August erreichen die Perseiden 2026 ihr Maximum. Wenige Stunden zuvor verdunkelt eine Sonnenfinsternis den Abend. Wann sich der Blick nach oben lohnt und worauf es bei der Beobachtung ankommt. Schon seit Mitte Juli huschen einzelne Sternschnuppen über den nordöstlichen Nachthimmel, bis zum 24. August dauert der Strom an. In der Nacht vom 12. auf den 13. August wird es besonders spannend: Die Perseiden erreichen in den frühen Morgenstunden für dieses Jahr ihr Maximum. Der Mond spielt dabei ausnahmsweise keine Rolle, denn er steht neu am Himmel und hellt die Nacht nicht auf. Auch in den Nächten davor und danach sollten auffällig viele Meteore zu sehen sein. Zwei Himmelsereignisse in einer Nacht Der 12. August hat aber noch mehr zu bieten als Sternschnuppen. Am Abend schiebt sich der Mond vor die Sonne - über Teilen Europas ist eine Sonnenfinsternis zu beobachten. In Norddeutschland wird die Sonne um bis zu 85 Prozent verdunkelt, in Teilen Spaniens verschwindet sie ganz. Nur wenige Stunden später beginnt dann die wohl beste Sternschnuppennacht des Jahres. Angekündigt wird das Maximum meist mit rund 100 Sternschnuppen pro Stunde. Ob es tatsächlich so kommt, ist offen. Ein Großteil der Meteore zieht nämlich erst nach Sonnenaufgang über den Himmel und bleibt damit unsichtbar. Tipps für die Sternschnuppennacht Als Beobachtungsfenster raten Experten zurzeit zwischen 24 und 8 Uhr. Ab Mitternacht steigen die Chancen ohnehin deutlich. In dunklen, ländlichen Regionen lassen sich laut NDR zwischen 22 und 4 Uhr auch jetzt schon etliche Schnuppen entdecken. Spezielle Ausrüstung braucht dafür niemand, die Perseiden leuchten hell genug für das bloße Auge. Den Blick sollte man dafür nach Nordosten richten. Zur Orientierung dient das Sternbild Kassiopeia, dessen fünf Hauptsterne ein markantes W bilden. Unterhalb des ersten Zackens dieses Himmels-W liegt das eher blasse Sternbild Perseus. Aus ihm scheinen die Meteore hervorzuschießen. Astronomen nennen einen solchen Ursprungspunkt Radiant. Alles steht und fällt letztlich mit der Dunkelheit. Straßenbeleuchtung, Hafenanlagen und Flughäfen werfen Streulicht, das sich wie ein Dunstschleier über Ballungsgebiete legt. Wer aufs Land fährt, sieht mehr. Weiterer Tipp: Auf einem Hügel gewinnt man einen größeren Himmelsausschnitt dazu. Das Auge braucht etwa eine halbe Stunde, bis es sich an die Finsternis gewöhnt hat, das Handy sollte in dieser Zeit in der Tasche bleiben. Für Fotos empfehlen sich ein festes Stativ, manueller Fokus, ein Weitwinkel und Belichtungszeiten von 20 bis 30 Sekunden. Viele Smartphones bieten inzwischen einen Nacht- oder Astro-Modus. Hilfreich ist außerdem der Intervall-Modus, weil die Sternschnuppen ohne Vorwarnung auftauchen. Empfehlungen der Redaktion Vollmond im Juli: Was es mit dem "Bockmond" auf sich hat Kann die Erde das Ende der Sonne überleben? Bisherige Annahme widerlegt Darf und kann ich den Sommer überhaupt noch genießen? Der Verursacher kehrt erst 2126 zurück Hinter dem Spektakel steckt übrigens der Komet 109P/Swift-Tuttle. Mit 26 Kilometern Durchmesser ist er ein Brocken, für einen Umlauf um die Sonne braucht er etwa 133 Jahre. Weil die Erde jedes Jahr durch seine Staubspur fliegt, sind die Termine der Perseiden so zuverlässig berechenbar. Die Partikel darin sind kaum größer als ein Stecknadelkopf und rasen mit mehr als 215.000 Stundenkilometern in die Atmosphäre. Rund hundert Kilometer über dem Boden verglühen sie, die hellsten ziehen farbig glühende Schweife hinter sich her. Als sogenannte Feuerkugeln können sie es sogar mit der Helligkeit der Venus aufnehmen. Der Komet selbst zeigt sich erst 2126 wieder am Nachthimmel. (eyn) Verwendete Quellen NDR: Perseiden 2026: Sternschnuppen blitzen wieder am Himmel Trierischer Volksfreund: Die Sternschnuppen der Perseiden nähern sich – Das muss man 2026 wissen Sternwarte Rodewisch: Der Sternschnuppenstrom der Perseiden im August 2026 © 1&1 Mail & Media/spot on news