Stiftung Warentest empfiehlt diese günstige Pommes-Eigenmarke
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Pommes von Lidl, Kaufland, McCain und Co. – Stiftung Warentest empfiehlt diese günstige Eigenmarke
Von: Eliran Kendi
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Gute Pommes müssen nicht teuer sein: Stiftung Warentest hat 19 Tiefkühl-Fritten geprüft. Ein günstiges Produkt kostet nur rund ein Viertel des Testsiegers. Eine andere Pommes-Sorte ist inzwischen aus den Regalen verschwunden.
Stiftung Warentest hat 19 Tiefkühl-Pommes geprüft und probiert.
Testbericht: Der Preis-Qualitäts-Sieger kostet nur 1,49 Euro pro Kilogramm.
Hinweis: Die angegebenen Preise wurden am 15. Oktober 2026 ermittelt.
Mehr als 5,80 Euro für ein Kilo Tiefkühl-Pommes – oder gerade einmal 1,49 Euro? Wer im Supermarkt oder Discounter zur richtigen Tüte greift, kann kräftig sparen. Der Test von Stiftung Warentest zeigt: Auch günstige Pommes können überzeugen. Eine Eigenmarke fällt dabei durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis auf.
Pommes-Test: Kaufland ist Preistipp der Stiftung Warentest
Wie schmecken die Pommes? Wie viel Fett steckt drin? Und sind sie mit Schadstoffen belastet? Das hat Stiftung Warentest bei 19 Produkten untersucht. Die Gesamtnoten reichen von „gut“ bis „ausreichend“.
Wer gute Pommes für wenig Geld sucht, wird bei Kaufland fündig: Die K-Classic Knusprige Crinkles sind der Preis-Qualitäts-Sieger der Prüfer. Sie holen die Gesamtnote „gut“ (2,1). Auch bei der Verkostung gibt es ein „gut“ (2,0). Der Kilopreis: gerade einmal 1,49 Euro.
Zum Vergleich: Die beiden Erstplatzierten kosten jeweils mehr als 5,80 Euro pro Kilogramm. Die Kaufland-Pommes gibt es damit für rund ein Viertel dieses Preises.
Für einen einfachen Preisvergleich sind alle Preise auf ein Kilogramm umgerechnet:
Kaufland: K-Classic Knusprige Crinkles (1000 g) – Gesamtnote: „gut (2,1)“ – Geschmack: „gut (2,0)“ – Preis: 1,49 Euro pro kg
Lidl: Harvest Basket Süßkartoffel Pommes (500 g) – Gesamtnote: „gut (2,1)“ – Geschmack: „sehr gut (1,5)“ – nicht mehr erhältlich
Allerdings liegt der Test schon länger zurück: Stiftung Warentest kaufte die Produkte im Juli und August 2023 ein und veröffentlichte die Ergebnisse 2024. Sind die Pommes heute noch dieselben? Die Stimme-Mediengruppe hat bei Kaufland und Lidl nachgefragt.
Kaufland K-Classic Knusprige Crinkles: Rezeptur und Lieferant unverändert
Beim Kaufland-Preistipp ist laut Unternehmen alles beim Alten: Eine Sprecherin erklärt, dass weder die Rezeptur noch das Verpackungsdesign oder der Lieferant seit dem Test verändert wurden. Die Crinkles gibt es demnach bundesweit in den Kaufland-Filialen in der 1000-Gramm-Packung.
Kaufland betont außerdem, sorgfältig ausgewählte Rohstoffe zu verwenden. Die eigenen Qualitätsvorgaben gingen nach Angaben des Unternehmens oft über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
Eine neue Geschmacksprüfung ersetzt diese Auskunft allerdings nicht. Ob die Pommes heute genauso gut abschneiden würden, könnte nur eine erneute unabhängige Verkostung unter vergleichbaren Bedingungen zeigen.
Lidl Süßkartoffelpommes: Testsieger nicht mehr im Sortiment
Bei den Süßkartoffelpommes hatte Lidl im Test die Nase vorn. Die Harvest Basket Süßkartoffel Pommes holten bei der Verkostung ein „sehr gut“ (1,5). Insgesamt gab es die Note „gut“ (2,1).
Wer sie jetzt kaufen möchte, geht allerdings leer aus: Lidl hat die Pommes laut einer Sprecherin vor rund zwei Jahren aus dem Sortiment genommen. Der Discounter habe sein Angebot damals angepasst. Weitere Angaben zu dem nicht mehr angebotenen Produkt macht Lidl nicht.
Testsieger Bofrost und McCain: Traumnote beim Geschmack
Ganz vorn landen die Pommes von Bofrost, dicht gefolgt von den McCain Chef Frites. Beim Geschmack räumen beide ab: Die Experten von Stiftung Warentest vergeben beiden Pommes jeweils die Bestnote „sehr gut“ (1,0). Doch bei einem der beiden steckt inzwischen weniger in der Tüte.
Welche Pommes besonders knusprig sind und bei welchen die Prüfer Schadstoffe fanden, zeigt der vollständige Pommes-Test der Stiftung Warentest (Heft 02/2024, kostenpflichtig).
So hat Stiftung Warentest die Pommes geprüft
Im Test waren 19 Produkte: 14 klassische Pommes, zwei Varianten für die Mikrowelle und drei Süßkartoffelpommes. Zwei Produkte hatten ein Bio-Siegel.
Geschmack, Geruch und Konsistenz (45 Prozent): Fünf geschulte Personen verkosteten die Pommes ohne Markenkenntnis unter gleichen Bedingungen. Zubereitet wurden sie in Backofen und Fritteuse, die Mikrowellen-Produkte nur in der Mikrowelle.
Fettqualität (15 Prozent): Das Labor prüfte die Zusammensetzung des Fetts und mögliche Anzeichen für Verderb.
Packungsangaben (15 Prozent): Bewertet wurden Vollständigkeit, Lesbarkeit und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Fettgehalt (10 Prozent): Die Fettmenge einer 200-Gramm-Portion wurde mit den Ernährungsempfehlungen der DGE für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verglichen.
Schadstoffe (10 Prozent): Geprüft wurde unter anderem auf Acrylamid, das beim starken Erhitzen entstehen kann, sowie auf natürliche Kartoffelgifte, Schwermetalle und Mineralölrückstände.
Verpackung (5 Prozent): Wie leicht lassen sich die Tüten öffnen, wie hilfreich sind die Recyclinghinweise?
Abwertungen: Bei „ausreichenden“ Schadstoffwerten durfte die Gesamtnote höchstens eine halbe Note besser sein. Eine „ausreichende“ Fettqualität verschlechterte die Gesamtnote um eine ganze Note.