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Stiftung Warentest: Ketchup - nur einmal Traumnote "sehr gut" 1,0

Wirtschaft

Stiftung Warentest Nur ein Ketchup erhält Traumnote 1,0 beim Geschmack Berlin · Stiftung Warentest hat 23 Tomatenketchups geprüft. In der Kategorie Geschmack schafft nur ein Produkt die Traumnote 1,0. Im Gesamtergebnis erreicht aber kein Ketchup „sehr gut“. Wir zeigen die besten Ketchups auf dem Markt. 09.08.2026 , 14:49 Uhr Fruchtig nach Tomate, würzig, leicht süß: So stellen sich viele den perfekten Ketchup vor. Dieses Ideal trifft laut Stiftung Warentest jedoch nur ein Produkt im Geschmackstest: Born Tomatenketchup bekommt als einziger die Note 1,0. Im Gesamturteil bleibt die Bestnote jedoch aus – hier spielen auch Zutaten, mögliche Schadstoffe, Verpackung und Kennzeichnung eine Rolle. Das ist der Testsieger beim Tomaten-Ketchup Folgendes Ketchup konnte die Tester im Geschmack am besten von sich überzeugen: Born Tomatenketchup – 1,0 im Geschmack – Preis: 1,99 Euro für 450 ml Inhalt (0,44 Euro pro 100 ml). Doch die geschmackliche Seite ist nicht die Einzige, die für die Warentester zählt. Die Prüfer haben für ihre Zeitschrift (Ausgabe 4/2026, Artikel hinter der Bezahlschranke) auch Zutaten, Textur, Schadstoffe, Verpackung und Deklaration unter die Lupe genommen - und da gibt es im Gesamturteil kein Produkt mit der Note „sehr gut“. Neben dem Ketchup von Born schneiden elf weitere „gut“ ab, die zwischen 0,26 und 1,33 Euro pro 100 ml kosten. Unter den „guten“ Tomatenketchups landen auch einige Bioprodukte und drei Ketchups, die speziell für Kinder aufgemacht sind. Zum besten Kinderketchup wurde gekürt: Bioanbieter Byodo für 3,99 für 300 ml (1,33 Euro pro 100 ml). Die günstigsten unter den besten Ketchups sind: Edeka Gut & Günstig für 1,29 Euro für 500 ml (0,26 Euro pro 100 ml). Lidl Kania Classic für 1,29 Euro für 500 ml (0,26 Euro pro 100 ml). Siebenmal gab es „befriedigend“ (0,26 bis 0,83 Euro/100 ml, dreimal „ausreichend“ (0,70 bis 1,33 Euro/100 ml) und einmal „mangelhaft“ (1,33 Euro/100 ml). Dafür haben die Tester unterschiedliche Gründe. Gifte von schwarzem Schimmel Einer davon sind möglicherweise schädliche Toxine: Auf spät geernteten oder zu feucht gelagerten Tomaten zeigen sich oft schwarze Stellen, die von Schimmelpilzen stammen. In drei Fällen wurden Richtwerte für diese Alternaria Toxine überschritten. Sie ähneln von der Struktur her laut „Stiftung Warentest“ erbgutschädigenden und krebserregenden Substanzen. Es sei zwar bisher nicht geklärt, ob sie für Menschen kritisch seien. Sicherheitshalber sollte man aber so wenig wie möglich davon aufnehmen. Ist Ketchup eine Zuckerfalle? Die Sorge um zu viel Zucker im Ketchup bei den Testern war unberechtigt. Bis auf zwei Ausreißer mit 26,6 g und 21 g pro 100 ml sind die Zuckerwerte nicht so hoch wie befürchtet, liegen zwischen 3,6 und 19,3 g pro 100 ml. Im Schnitt kommen die Tester auf 16 g je 100 ml. Ein Ketchup verzichtet komplett auf Zucker oder Süßstoff und erreicht auch ohne ein „gut“. Denn Tomaten selbst bringen auch schon einiges an natürlichem Zucker mit, loben die Tester - in dem Fall 5,6 g pro 100 ml. Der Haken an den Süßstoffen Vorsicht vor Aufschriften wie: „Mit weniger Zucker.“ Der Test ergab, dass zuckerreduzierte Ketchups teils mit Süßstoffen gesüßt sind. Das bringe zwar weniger Kalorien, aber oft Geschmacksfehler. Süßstoffnoten oder sehr starke Süße störten die Tester, was meist in der geschmacklichen Note nicht besser als ein „befriedigend“ einbringt. Mit ihnen gewöhne man sich die Vorliebe für Süßes nicht ab und könnte dadurch auch andere süße Lebensmittel bevorzugen, die dann reichlich Zucker intus haben. Ketchups mit dem Süßstoff Sucralose werden abgewertet, weil er biologisch schwer abbaubar ist und die Umwelt belastet. Denn Klärwerke können ihn nicht vollständig aus dem Abwasser entfernen. Glas- oder Kunststoff-Flasche? Selbstgemachter Ketchup: So geht es Wer weder Lust auf Zucker noch Süßstoff und damit Geschmacksfehler im Ketchup hat, könnte sich seinen Ketchup auch selbst machen. Wie das für die leichtere Variante geht, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Eine Zwiebel wird fein gehackt und mit Knoblauch in einem großen Topf angedünstet. Dazu werden je nach Wahl geviertelte Tomaten hinzugefügt. Man lässt sie bei geringer Hitze köcheln und rührt gelegentlich um. Gewürzt wird mit Apfelessig, Senf und etwas Honig, Salz und Pfeffer. Je nach Geschmack kann man auch Möhren und weitere Gewürze wie Chili, Ingwer, Koriander oder Curry hinzufügen. Die eingekochte Masse pürieren und noch heiß in kleine, saubere Schraubgläser füllen. Der selbstgemachte Ketchup hält sich mehrere Wochen. © dpa-infocom, dpa:260325-930-862513/1 (dpa)

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