Stiftung Warentest: Nicht Nutella
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Verbraucher
Nur eine Nuss-Nougat-Creme schmeckt „sehr gut (1,0)“ – Nutella ist es nicht
Von: Eliran Kendi
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Nutella bekommt Konkurrenz: Stiftung Warentest hat Nuss-Nougat-Cremes geprüft. Nur ein Produkt holt beim Geschmack die Traumnote 1,0 – es gibt aber eine günstige Alternative.
Stiftung Warentest hat 18 Nuss-Nougat-Cremes geprüft. Nur drei schneiden geschmacklich „sehr gut“ ab.
Im Testbericht holt nur ein Produkt die Traumnote „sehr gut (1,0)“ beim Geschmacktest
Hinweis: Die angegebenen Preise wurden am 8. Oktober 2026 erhoben.
Nuss-Nougat-Creme gehört für viele zum Frühstück oder Sonntagsbrötchen dazu: Laut Verbrauchs- und Medienanalyse aßen 2021 rund 8,8 Millionen Menschen ab 14 Jahren mehrmals pro Woche einen solchen Aufstrich. Doch muss es immer Nutella sein? Stiftung Warentest hat 18 Cremes geprüft – und ein Konkurrent läuft dem Klassiker geschmacklich den Rang ab. Die Traumnote 1,0 hat allerdings ihren Preis.
Nuss-Nougat-Cremes bei Stiftung Warentest: Drei schmecken „sehr gut“
Beim Geschmack schaffen es nur drei Produkte in die Spitzengruppe: Kräm Herr Eichhorn Pur von Goldhelm, Nusskati von Aldi und das Original-Nutella. Klar vorn liegt jedoch nur eine Creme:
Die dunkle Haselnuss-Creme überzeugt mit kräftigem Röstaroma und einem Nussanteil von mehr als 50 Prozent. Bewertet wurden unter anderem Geschmack, Geruch und Mundgefühl.
Kräm Herr Eichhorn Pur (Goldhelm) – Warentest-Urteil: „gut (2,0)“ – – Geschmacksnote: „sehr gut (1,0)“ – Preis: 5,94 Euro pro 100 Gramm.
Der Spitzenplatz ist teuer: Für die gleiche Menge zahlen Kunden fast zwölfmal so viel wie für Nusskati von Aldi. Der Discounter-Aufstrich kostet 0,50 Euro pro 100 Gramm. Mit 37 Prozent Zucker liegt die Goldhelm-Creme zwar deutlich unter dem Testdurchschnitt, ganz ohne Kritik bleibt sie aber nicht: Unstimmige Angaben zum Haselnussanteil führten bei der Verpackungsdeklaration zur Note „befriedigend“. Die Geschmacksnote 1,0 ist deshalb nicht mit der Gesamtnote gleichzusetzen.
Aldi oder Nutella? Gleiche Geschmacksnote, deutlicher Preisunterschied
Wer weniger ausgeben möchte, findet bei Aldi das günstigste Produkt unter den drei geschmacklich „sehr guten“ Cremes. Nusskati erreicht die Note 1,5 – und liegt damit gleichauf mit Nutella.
Nusskati (Aldi) – Warentest-Urteil: „gut (2,0)“ – Geschmacksnote: „sehr gut (1,5)“ – Preis: 0,50 Euro pro 100 Gramm.
Nutella (Ferrero) – Warentest-Urteil: „gut (2,2)“ – Geschmacksnote: „sehr gut (1,5)“ – Preis: 0,84 Euro pro 100 Gramm.
Wie die Cremes im Gesamturteil abschneiden, welche beiden Produkte Testsieger wurden und wie alle 18 Nuss-Nougat-Cremes im Detail bewertet wurden, zeigt der vollständige Testbericht von Stiftung Warentest (Heft 09/2026, kostenpflichtig).
So hat Stiftung Warentest die Nuss-Nougat-Cremes geprüft
Stiftung Warentest kaufte die 18 Aufstriche im Januar und Februar 2026 ein. Diese Kriterien bestimmten die Bewertung:
Geschmack und Konsistenz – 45 Prozent: Anonyme Verkostung sowie Prüfung von Aussehen, Geruch, Mundgefühl und Streichfähigkeit.
Schadstoffe – 20 Prozent: Labortests unter anderem auf Schimmelpilzgifte, Schwermetalle und Mineralölbestandteile.
Verpackungsangaben – 15 Prozent: Kontrolle von Pflichtangaben, Werbeaussagen und Lesbarkeit.
Nährwertqualität – 10 Prozent: Bewertung unter anderem von Zucker, Fett und Kalorien anhand einer Portion als Teil eines Kinderfrühstücks.
Keimbelastung – 5 Prozent: Untersuchung auf Krankheitserreger, Hefen, Schimmelpilze und weitere Keime.
Verpackung – 5 Prozent: Prüfung von Handhabung, Entsorgungshinweisen und möglichen Mogelpackungen.
Zusätzliche Abwertungen: War das sensorische Urteil nur „ausreichend“, konnte die Gesamtnote nicht besser ausfallen. Bei „ausreichenden“ Verpackungsangaben verschlechterte sie sich um eine halbe Note.
Nutella und Co. genießen: Lieber kleine Portionen
Auch mit einer sehr guten Testnote bleibt Nuss-Nougat-Creme wegen ihres hohen Zucker- und Fettgehalts eine Süßigkeit. Sie sollte deshalb gelegentlich und in kleinen Mengen genossen werden. Eine eigene behördliche Verzehrempfehlung gibt es dafür in Deutschland nicht. Als Orientierung nennt das Bundeszentrum für Ernährung 20 Gramm als Portion.
Bei vier- bis sechsjährigen Kindern können bereits 30 Gramm laut Verbraucherzentrale ungefähr dem Tagesrahmen für Süßes entsprechen. Das bedeutet aber nicht, dass eine einzelne Portion problematisch ist. Entscheidend sind die Menge, die Häufigkeit und die Zuckeraufnahme über den gesamten Tag – einschließlich anderer Süßigkeiten und süßer Getränke.