Stiftung Warentest: Spülmaschinentabs von Aldi und Rossmann mit Bestnoten
Wohl dem, der eine Spülmaschine hat. Statt an der Spüle zu stehen und Teller, Tassen und Besteck einzeln zu säubern und abzutrocknen, kommt das Geschirr in das Küchengerät, das nur eingeräumt, angeschaltet und später wieder ausgeräumt werden muss. Doch zur Reinigung durch die Maschine braucht es entsprechende Tabs. Doch welche reinigen am besten? Stiftung Warentest hat 16 Produkte unter die Lupe genommen. Wir blicken auf die Testergebnisse und verraten, wie (un-)wichtig Klarspüler ist.
Der Test von zehn Spülmaschinentabs und sechs Caps zeigt: Die Hälfte der Produkte schneidet gut ab. Acht von ihnen erhalten die zweitbeste Note, drei bewertet das Verbrauchermagazin mit „befriedigend“ und zwei mit „ausreichend“. Drei der 16 Produkte sind mit einem „mangelhaft“ im Test durchgefallen. Der Unterschied zwischen Tabs und Caps liegt in der Beschaffenheit und in der Konsistenz. Tabs sind feste Pulverwürfel, bei Caps handelt es sich um weiche Kissen mit meist mehreren Kammern und flüssigen Inhaltsstoffen in einer wasserlöslichen Folie. In diesem Artikel werden – sofern nicht anders angegeben – Tabs und Caps synonym verwendet.
Für eine gute Reinigungsleistung müssen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht viel Geld ausgeben. Sieben der acht gut bewerteten Produkte gehören zu den günstigsten im Test. Umgerechnet kostet ein Tab nur neun Cent. Das teuerste Produkt im Test liegt bei umgerechnet 27 Cent pro Spülgang. Eine weitere gute Nachricht: Bei den sieben gut abgeschnittenen Produkten handelt es sich um günstige Eigenmarken. Die beste Note im Test ist eine 2,1, die Stiftung Warentest an die Produkte Power Force All-In-One (erhältlich bei Aldi) und Domol Ultra Power All-in-One (Rossmann) vergibt. Beide erhalten in allen bewerteten Kategorien ein „gut“, bei der Nutzerfreundlichkeit der Verpackung sogar ein „sehr gut“. In der Gesamtnote mit „gut“ schneiden zudem Eigenmarken von dm, Edeka, Lidl, Netto und Rewe ab.
Die Prüferinnen und Prüfer haben dem Test zufolge fünf Monate lang die 16 Spülmaschinentabs und -caps getestet. Simuliert wurden echte Alltagsbedingungen. Rund 4700 Spülgänge mit elf verschiedenen Schmutz-Arten wie Eigelb, Fett oder Teeflecken sollten zeigen, wie gut die Mittel wirklich reinigen. Neben der Reinigungsleistung wurden auch Klarspülen, Kalkschutz, Trocknen, Materialschonung, Gewässerbelastung und die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung bewertet.
Damit das Wasser nach dem Spülen gut ablaufen kann und um Flecken und Schlieren zu verhindern, enthalten viele Multi-Tabs neben dem Reiniger unter anderem auch Klarspüler. Braucht es dann also zusätzlich Klarspüler in der Spülmaschine? Teilweise ja, schreiben neben der Stiftung Warentest unter anderem auch Spülmaschinenhersteller wie Miele. Bei weichem bis mittelhartem Wasser seien die Tabs ausreichend. Bei sehr kalkhaltigem Wasser ab einer Härte von 21 Grad reichten das Wasser und die Tabs jedoch nicht mehr, dann sei ein Klarspüler sehr sinnvoll, damit das Wasser gleichmäßig abläuft, die Trocknung beschleunigt wird und Flecken sowie Schlieren vermieden werden.
Ob Teller und Tassen oder Gläser und Besteck: Nach dem Essen wird alles in die Spülmaschine geräumt. Doch einige Sachen sollten lieber mit der Hand gespült werden. Darauf machen verschiedene Hersteller von Spülmaschinen und Reinigungsmitteln aufmerksam. So können Schneidebretter oder Kochlöffel aus Holz aufquellen oder sogar reißen, wenn sie in der Spülmaschine gesäubert werden. Nicht beschädigt, aber dafür stumpf können scharfe Messer werden. Lieber mit einem Schwamm und Spülmittel sollten beschichtete Pfannen gereinigt werden, um die Schicht nicht zu beschädigen. Einige Gläser, etwa aus Milchglas oder Kristallglas, könnten nach Spülgängen milchig oder trüb werden. Bei Plastikdosen sollte auf ein mögliches Zeichen geachtet werden. Dünne Behälter können sich in der Spülmaschine verformen.