DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 64.280,71 USD 08:19:27 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Strafvollzug: Anteil nicht deutscher Gefängnisinsassen steigt auf 45 Prozent

Nation

In diesem Jahr saßen mehr als 27.000 ausländische Inhaftierte in deutschen Gefängnissen. Das zeigt eine Auswertung der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ), die sich auf Daten aller 16 Landesjustizministerien bezieht. Damit machen ausländische Inhaftierte mittlerweile 44,8 Prozent aller Gefängnisinsassen aus, Untersuchungshaft eingeschlossen. Nach Daten der Bundesländer befanden sich zum Stichtag im März 2026 insgesamt 60.408 Menschen in Haft. Menschen mit doppelter (deutscher und ausländischer) Staatsbürgerschaft werden in der Statistik als Deutsche gezählt. Der Anteil ausländischer und staatenloser Gefangener steigt seit Jahren tendenziell an, wächst jedoch nicht proportional zur Zahl der ausländischen Einwohner. Regional gebe es laut NOZ starke Unterschiede: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen liegt der Anteil ausländischer Gefangener in den Haftanstalten bei über 50 Prozent. Die meisten Gefangenen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sind in den Stadtstaaten Hamburg (57,95 Prozent) und Berlin (58,9 Prozent) inhaftiert. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat hingegen nur etwa jeder vierte Gefangene keinen deutschen Pass. Bund der Strafvollzugsbediensteten fordert mehr Personal Der Bund der Strafvollzugsbediensteten (BSBD) warnt angesichts der Entwicklung vor einer Überforderung der Anstalten: »Die Sprachbarrieren sind ein großes Problem«, sagte der Bundesvorsitzende René Müller der Zeitung. »Die Kollegen können kaum noch resozialisieren, dringen immer schlechter zu den Insassen vor«, sagte der BSBD-Chef. Auch das Gewaltpotenzial nehme infolge der Verständigungsprobleme zu. Dazu steige das Risiko, dass sich abgeschottete Gruppen bildeten. »Wir brauchen dringend mehr Personal, um Situationen besser im Blick behalten zu können – und Gruppen auch zu separieren«, sagte Müller. Es dürfe nicht sein, dass manche Häftlinge nach ihrer Entlassung krimineller seien als bei Haftantritt.

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