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Straße von Hormus: DP World plant neuen Hafen, um Blockade zu umgehen

Welt

Straße von Hormus So will ein Land den Iran austricksen – und Donald Trump Von t-online, pri Aktualisiert am 14.07.2026 - 09:13 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Krieg am Golf ist erneut entbrannt. US-Präsident Donald Trump überrascht mit einem Vorstoß zur Straße von Hormus, während die Golfstaaten einen eigenen Plan vorlegen. In der Krise um die Straße von Hormus legen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nun einen Plan vor, der die Abhängigkeit von der Meerenge verringern soll. Der Zusammenschluss von sieben Emiraten plant nach einem Bericht der "Financial Times" den Bau einer neuen Hafenanlage im Emirat Fudschaira, um die Straße von Hormus zu umgehen. "Es ist eine defensive Maßnahme für den Fall, dass etwas schiefgeht", zitierte das Blatt einen hochrangigen Vertreter des Hafenbetreibers DP World. Überblick: Alle Entwicklungen im US-Newsblog Straße von Hormus: Trump fordert Schutzzoll DP World – kurz für Dubai Port – mit Sitz in den VAE ist einer der weltweit größten Hafenbetreiber. In Europa ist das Unternehmen etwa am Seehafen von Rotterdam beteiligt, in Deutschland betreibt DP World die Rheinhäfen im badischen Mannheim und im pfälzischen Germersheim. Neue Hafenanlage in Fudschaira Auf der westlichen Seite der Straße von Hormus unterhält DP World bereits den Hafen von Dschabal Alli, doch müssen die Schiffe die enge Schiffspassage vor der Küste des Iran passieren. Deshalb soll auf der Ostseite der Straße eine neue Hafenanlage im Emirat Fudschaira gebaut werden. Der Vorteil: Die Passage durch die umkämpfte Meerenge entfällt. "Wir haben durchaus unseren eigenen Plan, und was DP World betrifft, sind wir im Hinblick auf die Ostküste sehr aktiv gewesen", zitierte die "Financial Times" einen Insider aus den VAE. Die Lage am Golf bleibt instabil. In der dritten Nacht in Folge bombardierten US-Kampfflugzeuge strategische Ziele im Iran. Trump greift nach Straße von Hormus Zugleich kündigte US-Präsident Donald Trump an, die US-Marine werde die Rolle des "Hüters der Straße von Hormus" übernehmen und dafür einen Abschlag von zwanzig Prozent des Warenwerts der transportierten Güter von den Reedereien erheben. Umgehend protestierten die Vereinten Nationen unter Berufung auf Bestimmungen des Seerechts. Im Video | Straße von Hormus: Darum wird sie für Trump zur Sackgasse Player wird geladen Der Iran hatte die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert werden, unmittelbar nach Kriegsbeginn im Februar 2026 blockiert. Die Folge war ein weltweiter Anstieg der Benzinpreise. Die freie Passage durch die Meerenge ist Teil der Verhandlungen zwischen Iran und den USA. Der Iran erwägt, eine Art Zoll zu erheben – offiziell eine "Gebühr" für die Nutzung maritimer Anlagen, etwa für die Schiffsnavigation. Die USA haben zunächst auf eine Passage entlang der Küste des Oman beharrt. Am Montag überraschte US-Präsident Donald Trump aber mit der Ansage, die US-Marine würde die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen. Im Gegenzug sei eine Abgabe als Sicherheitsgebühr fällig. Die UN protestierten. Denn im internationalen Seerecht gilt das Recht auf freie Durchfahrt. Der Seerechtsexperte Stefan Talmon, Professor an der Universität Bonn, stellte zuletzt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" klar: "In internationalen Meerengen genießen alle Schiffe ein Recht auf Durchfahrt, das weder ausgesetzt noch behindert werden darf." Das Investment in den Hafenbetreiber DP World ist Teil der Diversifizierungsstrategie, um die VAE-Staaten unabhängiger vom Öl zu machen. Doch trifft Trumps Krieg am Golf auch die neuen Geschäftsfelder. So leidet etwa der Tourismus nach Dubai unter den Angriffen aus dem Iran. Auch DP World muss wegen der gesunkenen Frachtraten in der Straße von Hormus und den Auswirkungen auf den weltweiten Handel mit sinkenden Erlösen rechnen. So schätzt die Ratingagentur Moody's, dass die Gewinne des Hafenbetreibers von 5,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 5,2 Milliarden Euro in diesem Jahr sinken.

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