DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +1,36 % 4.399,70 USD 22:59:55 Silber +0,26 % 63,50 USD 22:59:56 Brent 0,00 % 83,55 USD 22:59:58 WTI 0,00 % 78,18 USD 22:59:59 Bitcoin +0,42 % 65.175,04 USD 19:08:00 EUR/USD +0,04 % 1,15620 USD 23:29:25 EUR/GBP -0,15 % 0,85670 GBP 23:29:25 EUR/CHF +0,13 % 0,93350 CHF 23:29:25 EUR/JPY +0,13 % 182,378 JPY 23:29:25

Straße von Hormus: Iran stellt neue Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Allgemein

Der Iran hat neue Forderungen für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus aufgestellt. Die Forderungen hatte der Iran bereits zuvor als Bedingungen für ein dauerhaftes Abkommen mit den USA genannt, bei dem auch das iranische Atomprogramm eine Rolle spielt. Nun macht sie die iranische Führung zur Voraussetzung für eine Vereinbarung, die ausschließlich die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zum Ziel hätte, wie aus Berichten iranischer Medien hervorgeht. Der Nationale Sicherheitsrat, der die Außen-, Verteidigungs-, Geheimdienst- und innere Sicherheitspolitik koordiniert, knüpft die Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormus demnach an sechs Bedingungen: ein Ende sämtlicher US-Drohungen gegen die Islamische Republik eine dauerhafte Beendigung des Krieges gegen den Iran und seine Verbündeten in der Region die Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen und der Abzug der US-Streitkräfte aus der Region eine vollständige finanzielle Entschädigung für die Kriegsschäden die vollständige Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran die bedingungslose Freigabe sämtlicher eingefrorener iranischer Vermögenswerte Ob die US-Regierung darauf eingehen wird, ist fraglich. Aus Washington, D.C. gab es zunächst keine unmittelbare Reaktion. Iran lehnt direkte Gespräche mit den USA ab Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi befinden sich die Verhandlungen mit Oman über neue Schifffahrtsrouten in der Schlussphase. Eine Einigung würde jedoch nicht automatisch zur Wiedereröffnung der Meerenge führen, sagte der Minister. Diese hänge weiterhin von der Erfüllung weiterer Bedingungen ab, die über Vermittler an die USA übermittelt worden seien. Direkte Gespräche mit der US-Regierung fänden derzeit nicht statt, sagte Araghtschi. US-Vizepräsident JD Vance erweckte dagegen in einem Interview mit dem Sender Fox News am Samstag den Eindruck, dass die USA in die Gespräche zwischen dem Iran und Oman eingebunden seien. Man befinde sich »mitten im Spiel«. »Die Frage ist, ob sie – ob ihr System – in der Lage ist, uns das zu geben, was wir brauchen, um glücklich zu sein«, sagte Vance. Seit Monaten ist es den USA nicht gelungen, die nach Kriegsbeginn im Februar geschlossene Meerenge wieder zu öffnen – weder durch militärischen Druck noch durch diplomatische Bemühungen. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche eine nach seinen Angaben geplante Angriffswelle gegen den Iran kurzfristig abgesagt. Die Attacken sollten nach seinen Angaben dazu dienen, die Blockade der Straße von Hormus zu brechen. Trump begründete die Absage unter anderem mit Bitten von US-Verbündeten im Golf. Zugleich berichteten US-Medien, die USA hätten einen Großteil ihrer Langstreckenwaffen sowie der verfügbaren Raketenabwehr verschossen. Vance will Öltransporte auf Vorkriegsniveau bringen Nach Angaben von Vizepräsident Vance wollen die USA erreichen, dass der Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder das Niveau vor dem Krieg erreicht. Das entgegnete der Republikaner bei Fox News auf die Frage, was bei einem Abkommen ein akzeptabler Status quo für die Meerenge wäre. Vance gab an, dass der Iran das zugesagt habe und auch die Golfstaaten dies wollten. Zugleich bekundete er Zweifel an der vermeintlichen Zusage des Iran. Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitgehend ungestört. Durch die Straße von Hormus wurde rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs transportiert. Auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger ist die Meerenge von zentraler Bedeutung. Nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr durch Drohungen und Angriffe auf Schiffe nahezu zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas stark an. Vor allem die gestiegenen Benzinpreise erhöhen in den USA den Druck auf Trump und seine Regierung, eine schnelle Lösung für ein Ende des Krieges zu finden. Das dürfte auch die in weniger als drei Monaten anstehenden Zwischenwahlen zum US-Kongress beeinflussen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren