Straße zum Territorium der USA erklären“ – Trump und Iran streiten über Meerenge
Audioplayer wird geladen Anzeige US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigener Aussage nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären. „Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New Jersey. Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht. Zuvor hatte es im Krieg gegen den Iran Anzeichen für einen Strategiewechsel der USA gegeben: Anstelle weiterer Militärangriffe droht Washington Teheran nun mit massiven Wirtschaftssanktionen. Der Iran werde eine wirtschaftliche Isolation erleben, „wie sie die Welt noch nicht gesehen hat“, kündigte US-Finanzminister Scott Bessent an. Vizepräsident J.D. Vance gab derweil einen niedrigen Ölpreis als oberstes Ziel aus – erst an zweiter Stelle stehe das Ziel, den Iran am Besitz von Atomwaffen zu hindern, sagte er. Anzeige Lesen Sie auch Die US-Streitkräfte würden „verhindern, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder aus ihnen herausgelangt“, sagte Bessent dem US-Sender Newsmax. Washington werde außerdem den finanziellen Druck auf Teheran noch weiter erhöhen. Den genauen Plan dazu werde die US-Regierung in der kommenden Woche vorstellen. Iran: Straße von Hormus gehört uns Der Iran weist die angemeldeten Ansprüche auf die Straße von Hormus unterdessen zurück. „Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen“, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattfom X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern. Anzeige Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlagen erlitten zu haben. „Die Straße von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören.“ Die Meerenge werde nur auf Befehl des Irans geschlossen und geöffnet. Solange die USA die Niederlage nicht akzeptierten, werde der Iran die Blockade weiterhin durchsetzen. Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormus. Der Iran verlangte dafür zuletzt neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region unter anderem eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden. Lesen Sie auch Die USA hatten ihre Militärangriffe gegen den Iran in den vergangenen Wochen vorerst eingestellt. Wichtigster Streitpunkt in den Verhandlungen mit Teheran bleibt die Straße von Hormus, die Teheran seit Beginn des Krieges nahezu vollständig geschlossen hält. Die Ölpreise sind dadurch weltweit in die Höhe geschnellt. Vance bezeichnete einen niedrigen Ölpreis nun als wichtigstes Ziel im Krieg gegen den Iran. „Ich weiß, dass der Ölpreis heute gefallen ist und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liegt“, sagte Vance dem Sender Fox News. „Das ist das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten.“ dpa/nw/saha