Straßenrennen: "Hat am Ende offensichtlich für McNulty gearbeitet"
Rad-WM: Tom Pidcock kritisiert Isaac del Toro nach WM-Straßenrennen: "Hat am Ende offensichtlich für McNulty gearbeitet"
Von Tom Haferkorn
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Als Außenseiter auf den WM-Titel startete Tom Pidcock in das Straßenrennen am Sonntag, als Siebter beendete der Brite den Wettkampf in Montreal. Am Ende jubelte Brandon McNulty, der 32 Kilometer vor dem Ziel zum Solo ansetzte, über die überraschende Goldmedaille. Pidcock versuchte dabei immer wieder, die Lücke zum US-Amerikaner zu schließen - ohne Erfolg. Auch wegen des Mexikaners Isaac Del Toro?
Tom Pidcock hatte bei der Straßenrad-WM die Chance, Weltmeister in allen drei Disziplinen zu werden. Im Cyclocross und im Mountainbike konnte der Brite schon WM-Titel feiern.
Bereits früh sah es nach einem Sturz so aus, als würde sich der Traum bereits in der ersten Rennphase zerschlagen. "Der Crash hat definitiv nicht geholfen", sagte der Brite bei Eurosport. "Danach hatte ich eine Aufholjagd."
Pidcock kämpfte sich zurück und gehörte zu jener Spitzengruppe, die den späteren Weltmeister Brandon McNulty jagte. Oder eben nicht?
"Es war ganz offensichtlich, dass Del Toro am Ende für McNulty gearbeitet hat", sagte der 27-Jährige nach dem Rennen. Der Mexikaner und der US-Amerikaner fahren beide UAE Team Emirates-XRG. Näher eingehen wollte Pidcock auf die Anschuldigung allerdings nicht.
Pidcock lobt starkes US-Team
Hinzu kam das gut aufgelegte US-Team, das jede Attacke des Briten abfing. "Ich hatte wirklich gute Beine. Aber mit dem Wind und dem US-Team mit Matteo (Jorgensen, Anm. d. Red.) war es schwer, eine Lücke zu bekommen. Er war sehr gut. Immer wenn ich attackiert habe, war es schwer, einen Unterschied zu machen", erklärte Pidcock und ergänzte: "Und mit Isaac im selben Team natürlich."
Trotzdem sah der Brite im Rennen eine kleine Chance. Mit dem Italiener Giulio Ciccone war Pidcock bis auf zwölf Sekunden am späteren Sieger dran. "Hätten Ciccone und ich einen etwas größeren Vorsprung gehabt und hätten wir uns absetzen können, dann hätten wir McNulty wohl eingeholt. Aber so ist das nun mal im Rennsport", mutmaßte er.
Pidcock sei vom Ergebnis zwar ein bisschen enttäuscht, könne aber zufrieden mit seinen Beinen sein. "Es werden noch weitere Jahre kommen, in denen ich es erneut versuchen kann."
"Ich hätte nicht mehr machen können", bilanzierte er. "Niemand in der Gruppe wollte so wirklich zusammenarbeiten."
Del Toro wurde übrigens Fünfter und brach laut mexikanischen Medienberichten wenige Minuten nach dem Rennen in Tränen aus.
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