DAX +0,48 % 26.126,30 Pkt 18:00:00 MDAX -0,26 % 32.426,33 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,15 % 6.476,98 Pkt 18:00:00 Dow Jones +2,56 % 54.537,82 Pkt 19:14:03 S&P 500 +1,82 % 7.738,54 Pkt 19:14:01 Nasdaq +2,14 % 26.468,79 Pkt 19:14:05 Nikkei +3,66 % 66.300,44 Pkt 08:45:02 Gold +5,03 % 4.301,60 USD 19:04:01 Silber +3,56 % 62,20 USD 19:04:03 Brent -0,30 % 79,12 USD 19:02:48 WTI -1,11 % 74,93 USD 19:04:05 Bitcoin +0,76 % 64.543,36 USD 19:14:00 EUR/USD +0,35 % 1,15470 USD 19:13:55 EUR/GBP +0,08 % 0,85770 GBP 19:14:03 EUR/CHF +0,02 % 0,93270 CHF 19:14:05 EUR/JPY +0,47 % 182,132 JPY 19:14:05

Strategie setzt Russland unter massiven Druck

Welt

Startseite Politik Russlands Ölverarbeitung bricht ein: Ukrainische Angriffe zeigen massive Wirkung Von: Lisa Weegner Uns auf Google folgen Russland exportiert deshalb fast Rekordmengen Rohöl. Im Schwarzen und Asowschen Meer steigen für Frachter die Kriegsrisiko-Kosten. Kiew – Die ukrainische Langstrecken-Schlagkampagne gegen Russland zeigt nach Einschätzung von US-Analysten immer deutlichere Wirkung. Die Angriffe belasten Raffinerien, Logistik, Treibstoffversorgung und Luftverteidigung, während sich die Frontlinie bislang nur begrenzt bewegt, teilt das „Institute for the Study of War“ (ISW) mit. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de. Allein der ukrainische Sicherheitsdienst SBU meldete mehr als 100 erfolgreiche Angriffe innerhalb von 40 Tagen, wie das auf Militäranalysen spezialisierte US-Institut ISW berichtet. Die Operation begann demnach am 26. Juni. Getroffen worden seien Rüstungsbetriebe, Militärflugplätze, Luftabwehrsysteme, Kommandoposten, Kriegsschiffe, Tanker und Ölraffinerien. Nach Angaben des SBU griffen ukrainische Kräfte mehrere Militärflugplätze auf der von Russland besetzten Krim an. Weitere Ziele lagen in den russischen Regionen Saratow und Adygeja. Zerstört worden seien ein strategischer Bomber vom Typ Tu-95MS, zwei Su-35-Kampfjets und zwei Schulflugzeuge vom Typ L-39. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Angriffe belasten Russlands Wirtschaft Die ukrainischen Schläge reichen weit über die Operation des SBU hinaus. Seit Mitte Juli wurden laut ISW mindestens 19 Lager des russischen Onlinehändlers Wildberries angegriffen. Hinzu kamen Attacken auf Frachtschiffe, Öltanker sowie Öl- und Benzinanlagen. Die Angriffe beeinträchtigen damit zugleich Energieversorgung, Warentransport und Handel. Die Folgen zeigen sich besonders bei der Ölverarbeitung. Russische Raffinerien verarbeiteten im Juli durchschnittlich 3,6 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Das waren rund ein Drittel weniger als saisonal üblich und der niedrigste Stand seit Mai 2002, wie Bloomberg unter Berufung auf die Analyseplattform „EA Analytics“ berichtete. Russland musste deshalb nahezu Rekordmengen unverarbeiteten Rohöls exportieren. Auch der Schiffsverkehr wird teurer. Russische Versicherer decken militärische Risiken und Terrorrisiken für Frachter im Schwarzen und Asowschen Meer nach Angaben des Wirtschaftsmediums RBK faktisch nicht mehr ab. Ausländische Versicherer hätten zugleich ihre Prämien für Kriegsrisiken erhöht. Russland muss das Hinterland stärker schützen Die ukrainischen Streitkräfte greifen außerdem gezielt russische Flugabwehr- und Radarsysteme an. Dadurch werden weitere Ziele im Hinterland verwundbarer. Moskau muss mehr Personal und Luftabwehr zum Schutz von Raffinerien, Militäranlagen und Logistikzentren einsetzen. Diese Kräfte fehlen an anderer Stelle. Nach Einschätzung des ISW muss Russland Ressourcen zum Schutz strategischer Ziele binden, die sonst an der Front eingesetzt werden könnten. Auch knappe Frühwarnflugzeuge seien inzwischen nötig, um ukrainische Drohnen und andere Flugkörper frühzeitig zu erkennen. Russland habe bislang keine ausreichende Antwort auf die wachsende Zahl der Angriffe gefunden. Größere Veränderungen an der Front blieben zuletzt dennoch aus. Ukrainische Kräfte rückten nach ISW-Angaben südöstlich von Borowa vor. In mehreren anderen Frontabschnitten setzte Russland seine Angriffe fort, erzielte aber keine bestätigten Geländegewinne.

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