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Streamer: „Pöbelhaftes Verhalten“ – AfD‑Spitze beschließt strenge Auflagen für „Aktivist Mann“

Allgemein

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Die AfD macht einem ihr nahestehenden Video-Streamer, der rund um den Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt Diskussionen auslöste, Auflagen.

Der YouTuber, der mit richtigem Namen Matthäus Westfal heißt und unter dem Namen „Aktivist Mann“ auftritt, soll demnach nur noch Zugang zu Parteiveranstaltungen bekommen, wenn er „vorab verbindlich zusichert, andere Streamer und Journalisten nicht zu belästigen“, heißt es in einem Beschluss, den der Bundesvorstand der Partei zum Wochenbeginn fasste. Hält sich „Aktivist Mann“ nicht an eine solche Zusage, droht ihm bei entsprechenden Veranstaltungen ein Rauswurf.

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Der Beschluss des Parteivorstandes wurde einstimmig gefasst. In dessen Begründung hieß es, dass der Streamer offensichtlich das Geschäftsmodell verfolge, Journalisten, die im AfD-Umfeld kritisch gesehen würden, „durch belästigende Fragen und pöbelhaftes Verhalten zur Schau zu stellen“. Dieses Verhalten entspreche „nicht dem angestrebten Verhaltensstandard unserer Partei“, werde aber mittlerweile der AfD zugerechnet.

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Die AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla hatten sich bereits vom Auftreten des YouTubers bei der AfD-Wahlparty vor gut einer Woche in Magdeburg distanziert und Konsequenzen angekündigt. „Beleidigungen und verbales Bedrängen verbieten sich für Medienschaffende. Das gilt natürlich auch und gerade gegenüber Vertretern anderer Medien“, hatten sie erklärt.

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„Aktivist Mann“ bezeichnet sich in einem X-Post als „AfD-Wähler der 1. Stunde“. Er hatte während des AfD-Wahlkampfs von vielen Veranstaltungen live gestreamt und dabei immer wieder anwesende Journalisten ins Visier genommen.

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Im Vorfeld der Entscheidung hatte er am Sonntag betont, dass ihm in der AfD „unfassbar viele wohlgesonnen“ seien. Er halte sich an die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“, betonte er zudem. „Zerreißt euch euer Maul weiter, ihr unmaskulinen Streithähne“, schrieb er an die „negativen Plappermäuler auf X“ gerichtet. „In allen 16 Bundesländern steht das deutsche Volk hinter mir! Was habt ihr die letzten 14 Jahre für Deutschland geleistet?“

Die Berichterstattung des RND bezeichnete er am Montag wiederum als „Fake-News Artikel“. „Am Sonntagabend schrieb Westfal auf X, an seine Kritiker aus der Partei gerichtet: ‚Was habt ihr die letzten 14 Jahre für Deutschland geleistet?‘“, zitierte er aus dem Artikel. Das stimme nicht.

doli mit dpa

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