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Streaming: Menschen verbringen jedes Jahr mehrere Tage mit der Auswahl von Streaminginhalten

Unterhaltung

Wer kennt es nicht: Man möchte einen Film, eine Doku oder eine Serie schauen und scrollt erst mal minutenlang durch das Angebot. Kein Wunder, denn mittlerweile gibt es so viele Streaminganbieter, dass die Vielfalt der Optionen überfordernd sein kann. Das führt offenbar dazu, dass Menschen – zumindest gefühlt – mehr Zeit mit dem Suchen verbringen als mit dem tatsächlichen Anschauen. Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag der Zeitschrift »TV Spielfilm«.

»Die Menschen schauen mehr denn je – und gleichzeitig fällt es ihnen immer schwerer, sich zu entscheiden«, sagt die Verantwortliche der Studie »Screens in Motion«, Marion Sperlich. »Wer unter 29 ist, verbringt hochgerechnet fast fünf Tage im Jahr allein damit, ein Format auszuwählen«, sagt Sperlich. Die 16- bis 29-Jährigen benötigen demnach rund 19 Minuten pro Sitzung für die Formatwahl. Das mal 365 genommen, ergibt 4,8 Tage. Die Annahme der Studie ist, dass Menschen täglich streamen.

In der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen sind es demnach 15 Minuten pro Sitzung (bei täglicher Suche sind das 3,8 Tage im Jahr), bei den über Fünfzigjährigen sind es rund 8 Minuten (2 Tage pro Jahr). Männer suchen laut Studie länger als Frauen: 15 statt 13 Minuten. Das sind aufs Jahr 3,8 Tage gegen 3,3 Tage.

Dabei geben 68 Prozent aller befragten Bewegtbildnutzer an, dass die Entscheidung leichter falle, wenn sie vorab etwas über einen Film oder eine Serie gelesen haben. Ein Ergebnis, das den Auftraggebern der Studie gelegen gekommt: »Screens in Motion« ist genau genommen eine Langzeitstudie von »TV Spielfilm Plus« aus dem Burda-Verlag. Unter dem Label werden die Angebote von »TV Spielfilm«, »TV Today« und »Cinema« vereint.

Die aktuelle Ausgabe der Umfrage basiert auf einer Onlinebefragung von YouGov im März 2026 von etwa 2000 Personen ab 16 Jahren. Die Studie ist laut Burda repräsentativ für die deutsche Onlinebevölkerung. Sie beleuchtet seit 2018 jährlich die Entwicklungen im Bewegtbildmarkt.

Mit dem sperrigen Wort Bewegtbildinhalte sind Filme, Serien, Dokus, Talks, Realityshows, Nachrichten, Sportübertragungen, aber auch kürzere Clips wie Musikvideos oder Videos etwa auf YouTube, Instagram oder Facebook gemeint.

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