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Tour de France 2027 - Sprinter und Zeitfahrer dürfen sich freuen

Sport

Auch wenn der Parcours nicht so gespickt mit mythischen Tour-Bergen ist, einfach wird es für die Radprofis im kommenden Sommer nicht werden. Gemessen an den Höhenmetern ist die Frankreich-Rundfahrt 2027 fast genauso schwer wie die sehr anspruchsvolle Tour 2026. 53.450 Höhenmeter (2026: 54.450) und 3.479 Kilometer müssen die Profis vom 2. bis 25. Juli 2027 bewältigen.

Der Kurs ist dabei ausgewogen: Drei Bergankünfte, sieben Flachetappen und zwei Einzelzeitfahren warten auf die Radprofis. Im Kampf gegen die Uhr müssen die Profis insgesamt 71 Zeitfahr-Kilometer absolvieren - so viele wie seit 2012 nicht mehr. Das dürfte Remco Evenepoel von der deutschen Equipe Red Bull-Bora-hansgrohe freuen. Der Belgier dominierte zuletzt nicht nur bei der Tour die Zeitfahren.

Start in Edinburgh, früher erster Ruhetag

Bereits bekannt war, dass die Tour 2027 mit drei Etappen in Großbritannien beginnt. Der Grand Départ führt den Tour-Tross dabei durch Schottland, England und Wales. Von der schottischen Hauptstadt Edinburgh geht es bei der 1. Etappe ins englische Carlisle. Es folgen die Zielorte Liverpool und Cardiff in Wales. Die Reise auf die Insel führt auch zu zwei Besonderheiten: Die Tour beginnt diesmal bereits an einem Freitag, nach dem ersten Wochenende folgt am Montag (5. Juli) ein früher Ruhetag.

Auch die Sprinter dürfen sich auf die 2027er Ausgabe freuen. Den schnellen Männer bieten sich nicht nur mehr Chancen auf Etappensiege. "Sie haben die Chance, am ersten Tag das Gelbe Trikot zu holen", sagte Tour-Chef Christian Prudhomme.

Pogacar kann zum Rekord-Sieger aufsteigen

Topfavorit auf den Gesamtsieg dürfte wieder Tadej Pogacar sein. Der Slowene gewann die Tour zuletzte drei Mal im Folge. Im Juli 2027 könnte er seinen sechsten Triumph feiern - der 28-Jährige wäre damit Rekordsieger. Ob der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz, der 2026 nach einem schweren Sturz aufgeben musste, wieder mit am Start steht, wird sich vermutlich erst Anfang der Saison entscheiden. Red-Bull-Teamchef Ralph Denk hatte dies zuletzt offen gelassen, stattdessen könnte der Giro d'Italia ein Ziel für Lipowitz sein.

Nach dem Auftakt in Großbritannien führt die Tour aus der Normandie über die Bretagne mit jeweils giftigen Anstiegen quer durch Frankreich ins Jura mit der ersten Bergankunft auf dem Grand Colombier. Die ersten zehn Tage seien "so gestaltet, dass es zum ständigen Wechsel der Trikots kommt, das Terrain lässt alles offen", sagte Prudhomme.

Danach geht es in die Alpen (mit der erstmaligen Bergankunft in Les Saisies) und von dort durch Süd-Frankreich in die Pyrenäen (mit der Königsetappe über den Tourmalet), ehe die Tour traditionell in Paris endet. Einzelzeitfahren stehen in der ersten Woche nach Chambord und in der Schlusswoche in Toulouse an.

Schlussetappe führt wieder über den Montmartre

Die Schlussetappe in Paris führt wieder über den Montmartre. Dreimal geht es im Tour-Finale über den Pariser Hausberg. Bei der Premier 2025 und auch 2026 sorgte der kurze Anstieg für einen spektakulären Kampf um den Etappensieg. Zuletzt gewann Mathieu van der Poel die letzte Etappe.

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