Streiks im hessischen Einzelhandel am Freitag
Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im hessischen Einzelhandel für Freitag erneut zum Streik aufgerufen. Begleitet wird der Arbeitskampf von Protestaktionen unter anderem in Kassel, Wiesbaden und Frankfurt. Hintergrund des Streiks ist der festgefahrene Tarifkonflikt. Nach der vergangenen Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeberverbände nach Angaben der Gewerkschaft weitere Termine abgesagt. Die Tarifgespräche sollen erst Mitte August fortgesetzt werden. Geschäfte bleiben meist geöffnet Verdi will bis dahin den Druck erhöhen. Das jüngste Angebot der Arbeitgeber habe bei den Beschäftigten für Wut und Enttäuschung gesorgt, teilte die Gewerkschaft mit. Sie fordert für die Beschäftigten 250 Euro mehr Lohn pro Monat und 150 Euro mehr an Auszubildendenvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Nach Angaben von Verdi führen Streiks im Einzelhandel in der Regel nicht dazu, dass Geschäfte schließen müssen. Kundinnen und Kunden müssen aber damit rechnen, dass es zum Beispiel an den Kassen zu längeren Wartezeiten kommen kann.