DAX +1,16 % 25.473,96 Pkt 14:24:14 MDAX +1,47 % 30.314,98 Pkt 14:24:15 Euro Stoxx 50 +0,35 % 6.137,86 Pkt 14:24:00 Dow Jones +0,33 % 52.385,39 Pkt 14:39:14 S&P 500 +1,10 % 7.707,87 Pkt 14:39:14 Nasdaq +1,54 % 26.353,80 Pkt 14:39:08 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,07 % 4.035,40 USD 14:29:13 Silber -0,50 % 53,84 USD 14:29:13 Brent -4,75 % 110,31 USD 14:29:13 WTI -0,45 % 101,30 USD 14:29:07 Bitcoin +0,15 % 80.128,30 USD 14:39:06 EUR/USD -0,64 % 1,11460 USD 14:38:42 EUR/GBP -0,20 % 0,83680 GBP 14:39:15 EUR/CHF -0,05 % 0,92360 CHF 14:39:15 EUR/JPY -0,01 % 175,903 JPY 14:39:14

Stress durch El Niño - Brasiliens Kaffeeanbauer reduzieren Ernteprognose

Wirtschaft

Die staatliche Ernteagentur Conab hatte zuletzt mit einer Gesamternte von 66,7 Millionen 60-Kilogramm-Säcken gerechnet. Nach Einschätzung von Abic-Manager Celirio Inacio da Silva wäre ein Verlust dieser Größenordnung »in einem normalen Jahr« noch erwartbar, im aktuellen Szenario seien das aber »sehr schlechte Nachrichten«.

»El Niño« stört den biologischen Zyklus der Pflanzen

Gleichzeitig sei die Branche besser gerüstet als in früheren El-Niño-Phasen, so der Verband. Produzenten hätten in den vergangenen Jahren massiv in Technik investiert, insbesondere in künstliche Bewässerung und resiliente Kaffeesorten. Das soll helfen, die Abhängigkeit von infolge des Klimawandels schwindenden Regenfällen zu verringern, die dazu auch noch schwerer kalkulierbar geworden sind.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, bleibt das Risiko trotzdem hoch, dass »El Niño« den biologischen Zyklus der Pflanzen stört. Hitze und unregelmäßiger Niederschlag könnten dazu führen, dass die Pflanzen uneinheitlich blühen – mit Folgen für Reife, Qualität und Ernteabläufe. »Unregelmäßige Reifung schafft Qualitätsprobleme und macht die Ernte schwieriger«, sagt der Einkaufsmanager einer Genossenschaft gegenüber Reuters.

Erste Auswirkungen zeigen sich demnach bereits jetzt. In Südostbrasilien gab es zuletzt ungewöhnliche Regenfälle, die nach Schätzungen aus der Branche die Ernte verzögern und Kaffeekirschen zu Boden fallen lassen. Längere Trockenintervalle und kurze, intensive Schauer sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Auch Hitze gilt als Risiko: Bei hohen Temperaturen verlangsamen einige Kaffeesorten den Stoffwechsel, ab etwa 35 Grad Celsius kann er ganz zum Erliegen kommen.

Relativ stabil erscheinen dagegen Teile Nordbrasiliens: In der Region Rondônia erwarten Bauern eine Rekordernte, auch weil Plantagen dort häufiger bewässert werden.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren