DAX +1,57 % 25.577,47 Pkt 15:51:14 MDAX +1,69 % 30.380,36 Pkt 15:51:15 Euro Stoxx 50 +0,68 % 6.157,58 Pkt 15:51:00 Dow Jones +0,28 % 52.359,00 Pkt 16:06:14 S&P 500 +1,20 % 7.715,45 Pkt 16:06:15 Nasdaq +1,80 % 26.423,37 Pkt 16:06:14 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,68 % 4.065,90 USD 15:56:11 Silber +0,64 % 54,46 USD 15:56:05 Brent -5,66 % 109,26 USD 15:55:48 WTI -1,55 % 100,18 USD 15:56:15 Bitcoin +0,32 % 80.263,49 USD 16:06:06 EUR/USD -0,62 % 1,11480 USD 16:05:45 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 16:06:14 EUR/CHF -0,10 % 0,92320 CHF 16:06:14 EUR/JPY -0,05 % 175,823 JPY 16:06:14

Strive hat 6.182 Bitcoin gekauft, während Strategy die Füße stillhält

Technologie

Dass Strive über das IPO von SATS deutlich mehr Geld einsammeln konnte als bei SATA liegt daran, dass die Bilanz des Unternehmens seither deutlich größer geworden ist. Strive kaufte über das Jahr einige Bitcoin hinzu, finanziert durch die Ausgabe von SATA oder ASST‑Stammaktien am Markt.

In der vergangenen Woche wurden zusätzlich weitere 3,266 Millionen ASST-Aktien, aber keine SATA-Aktien emittiert, da der Kurs der Vorzugsaktie unter dem Zielniveau von 100 US-Dollar lag.

Strive vergrößerte derweil die Cash-Reserve um circa 187 Millionen US-Dollar, damit das Geld nach den neu hinzugekommenen Zahlungsverpflichtungen weiterhin – so wie geplant – 1,5 Jahre an Dividendenzahlungen abdeckt.

Nach dem jüngsten Kauf hält Strive insgesamt 43.000 Bitcoin mit einem Gegenwert von circa 3,5 Milliarden US-Dollar. Damit ist die erst im September 2025 entstandene Aktiengesellschaft der viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter.

Strive fehlen jetzt auch nur noch 1.001 Bitcoin, um Twenty One Capital (43.514 BTC) und Metaplanet (44.000 BTC) hinter sich zu lassen und zur Nummer 2 hinter Strategy (848.517 BTC) aufzusteigen.

Erst im Juli dieses Jahres knackte Strive die Marke von 20.000 Bitcoin. Seither hat sich die BTC-Bilanz mehr als verdoppelt. Strategy hingegen hielt im Juli dieses 843.775 BTC, also gerade einmal 4.742 BTC weniger als heute.

Dadurch wird deutlich, dass Strive über die vergangenen Wochen und Monate kontinuierlich weiter zuschlagen konnte, während Strategy im Großen und Ganzen die Füße stillgehalten hat. So auch in der vergangenen Woche. Strategy kaufte keine weiteren Bitcoin hinzu, sondern für 205 Millionen US-Dollar eigene STRC-Aktien zurück.

Für „Bitcoin Treasury Companies“ sind aber nicht nur die Anzahl der Bitcoin auf der Bilanz oder das Wachstum in dieser Hinsicht ausschlaggebend, sondern in erster Linie die Ratio „BTC je Aktie“ sowie natürlich die Performance der Stammaktie.

Aber auch hier glänzt Strive mit einer bisherigen „BTC Yield“ in Höhe von 94,1 % für das Jahr 2026. Bei Strategy liegt dieser Wert aktuell bei –3,7 %. Die ASST-Aktie ist seit Jahresauftakt derweil um über 80 % gestiegen, während MSTR im Minus ist.

Der Unterschied in der wichtigen „BTC Yield“ ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass es kleinere Unternehmen grundsätzlich leichter haben, zu wachsen. Vielmehr waren die Kursentwicklungen von STRC und SATA ausschlaggebend.

SATA von Strive konnte sich nämlich von dem Crash Ende Juni schneller wieder erholen und schon im August wieder auf das Zielniveau von 100 US-Dollar steigen, ab dem die Vorzugsaktie neu am Markt emittiert werden kann.

Strategys STRC handelte hingegen zum letzten Mal im Mai bei 100 US-Dollar – und das trotz Rückkäufen in Höhe von insgesamt mehr als 2 Milliarden US-Dollar und einer Cash-Reserve, die aktuell 3,4 Jahre an Zahlungsverpflichtungen abdeckt. Ab November wird STRC voraussichtlich – so es bei SATA bereits seit Juni der Fall ist – an jedem Handelstag Dividenden ausschütten, um die Attraktivität des Produkts zu steigern.

Für den Erfolg dieser Unternehmen ist es wichtig, dass die Vorzugsaktien eine hohe Nachfrage erfahren. Aktuell handeln sowohl SATA als auch STRC unter dem Zielniveau.

Um in solchen Phasen trotzdem Kapital über diese Produkte aufnehmen zu können, hat Strive SATS herausgebracht und jetzt auch ein ATM-Programm für den Verkauf weiterer SATS-Aktien für bis zu 1 Milliarde US-Dollar aufgelegt.

Bei einem aktuellen Kurs von circa 94 US-Dollar müsste Strive aber auf das eingesammelte Geld für immer eine Dividendenrendite in Höhe von 16 % bezahlen. Bei Produkten wie STRC oder SATA könnte die Dividende hingegen in der Zukunft gesenkt werden, wenn die Nachfrage das zulassen sollte.

Strategy hat auch andere Vorzugsaktien am Markt, die das Unternehmen theoretisch jederzeit neu emittieren könnte, um Bitcoin-Käufe zu finanzieren. Michael Saylor erklärte jedoch mehrfach, dass STRK, STRF und STRD gerade unterbewertet seien und man sich mit vollem Fokus darauf konzentrieren wolle, STRC wieder auf 100 US-Dollar zu bringen.

Der Hebel von Strategy, der teilweise auch auf Schulden in Form von Wandelanleihen zurückzuführen ist, beträgt aktuell circa 28 %. Bei Strive liegt dieser Wert mit rund 60 % deutlich höher, wobei dies ausschließlich auf Vorzugsaktien zurückzuführen ist.

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