DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Stromausfälle: MIT-Studie warnt vor höherem Blackout-Risiko

Technologie

Studie warnt Risiko von Stromausfällen steigt Von t-online, jb 25.07.2026 - 10:24 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Eine MIT-Studie warnt vor wachsenden Risiken für die Stromversorgung. Besonders in den Sommern könnte es kritischer werden. Versorgungsengpässe beim Strom und somit das Risiko eines flächendeckenden Stromausfalls (Blackout) könnten in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA. Die Ursache dafür ist der Klimawandel. Fokus auf Engpässe bei Erneuerbaren Um zu untersuchen, wie sich die Wetterveränderungen auf die Verfügbarkeit von Strom und Versorgungssicherheit auswirken, haben die Wissenschaftler die Energiesysteme zweier sehr unterschiedlicher Regionen in den USA simuliert: New England im Nordosten und Texas im Süden des Landes. In diesen Regionen unterscheiden sich das Klima, die Infrastruktur und die Verbrauchsgewohnheiten beim Strom voneinander. Für ihre Analyse nutzten die Wissenschaftler die historischen sowie die für die Zukunft erwarteten Klimadaten dieser Regionen. Diese Daten kombinierten sie mit einem detaillierten Modell der Stromversorgung auf Landkreisebene, das sowohl die Erzeugungskapazitäten von Wind- und Solaranlagen als auch die Netzstruktur und den Stromverbrauch berücksichtigt. Mithilfe dieser Informationen konnten sie dann eine Simulation erstellen und testen, wie sich unterschiedliche Standortentscheidungen für Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie und der Ausbau des Stromnetzes auf die Versorgungssicherheit auswirken und wie sich diese unter verschiedenen Klimaszenarien verändern. Die Forschenden interessierten sich vor allem für die Phasen, in denen Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie wenig Strom erzeugen, während der Strombedarf gleichzeitig hoch ist. Versorgungsunterbrechungen bei Strom Laut der Bundesnetzagentur (BNetzA) kam es im Jahr 2024 in Deutschland insgesamt zu 164.645 Versorgungsunterbrechungen. Endverbraucher wurden durchschnittlich 11,7 Minuten nicht mit Strom versorgt. Die Behörde spricht daher von einer hohen Versorgungssicherheit. Hitzewellen treiben Strombedarf Das Ergebnis: Durch den Klimawandel kommt es häufiger zu Versorgungsengpässen. Und zwar in beiden Regionen. In Texas könnte die Zahl solcher Ereignisse sogar um das Fünffache steigen, wenn die Planung zur Gewinnung erneuerbarer Energien nicht an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst wird. Der Grund dafür ist, dass es künftig vermehrt zu lang anhaltenden Hitzewellen im Sommer kommen könnte. Dadurch steigt der Bedarf an Klimatisierung und somit die Stromnachfrage. Fehlt es nun an Windkraft und wird die Energie überwiegend aus Solaranlagen gewonnen, reicht das nicht aus. Hinzu kommen Engpässe im Stromnetz, die den Ausgleich zwischen Regionen erschweren. Die Region New England zeigt unterdessen, dass Anlagen für erneuerbare Energien vor allem dort ausgebaut werden müssen, wo sie benötigt werden, nämlich in der Nähe der Orte, wo besonders viel Strom verbraucht wird. Dies schaffe einen wichtigen Puffer bei der Versorgung, so die Studienautoren. Das sind die Top-Fragen des Tages: Nicht nur mehr, sondern besser Angesichts dieser Ergebnisse empfehlen die Wissenschaftler nicht, einfach nur mehr Windkraft- und Solaranlagen zu bauen. Vielmehr sollte auch darauf geachtet werden, wo diese errichtet werden. Die räumliche Verteilung sei bereits bei der Planung wichtig. Eine ungünstige Konzentration oder fehlende Übertragungsleitungen erhöhten das Risiko von Stromausfällen erheblich. Zugleich sollte das Stromnetz den Studienautoren zufolge so gestaltet sein, dass es Engpässe gut abfedern kann. Wenn dabei vorausschauend geplant werde, könne dies ohne hohe Zusatzkosten erreicht werden. Nur so kann laut der Studie die Versorgungssicherheit im Zuge des Klimawandels gewährleistet werden.

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