Stromnetz auf Kuba bricht erneut zusammen
Der sozialistische Inselstaat leidet aufgrund der maroden Infrastruktur und eines seit Monaten von den USA verhängten Ölembargos unter einer schweren Energiekrise. Das Land mit rund 9,4 Millionen Einwohnern kann nur einen Teil seines Ölbedarfs decken.
Störungen in den veralteten Wärmekraftwerken sowie der Mangel an Treibstoff hatten die Stromversorgung in mehreren Landesteilen in den vergangenen Tagen bereits stark beeinträchtigt. Menschen mussten zuletzt teilweise mit nur wenigen Stunden Strom pro Tag auskommen.
Zudem drohte US-Präsident Donald Trump im Januar Ländern, die Öl nach Kuba exportierten, mit Strafzöllen. Treibstofflieferungen aus dem Ausland kamen daraufhin nahezu zum Erliegen. Nur der kubanische Privatsektor darf derzeit Treibstoff aus den USA importieren. Mit zahlreichen Sanktionen versucht Washington, wirtschaftliche und politische Reformen in Kuba im Sinne der Interessen Washingtons herbeizuführen.