DAX +0,73 % 26.515,14 Pkt 14:46:13 MDAX +0,99 % 32.568,92 Pkt 14:46:13 Euro Stoxx 50 +0,17 % 6.562,48 Pkt 14:46:00 Dow Jones -0,45 % 53.791,85 Pkt 22:41:12 S&P 500 -0,38 % 7.728,20 Pkt 22:34:05 Nasdaq -0,92 % 26.445,45 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,83 % 67.524,06 Pkt 08:45:02 Gold +2,32 % 4.484,70 USD 14:51:10 Silber +2,68 % 66,51 USD 14:51:05 Brent -0,21 % 88,72 USD 14:50:53 WTI +0,04 % 83,23 USD 14:51:08 Bitcoin +0,80 % 64.058,40 USD 15:01:12 EUR/USD +0,15 % 1,15630 USD 15:00:21 EUR/GBP -0,07 % 0,85390 GBP 15:01:13 EUR/CHF +0,10 % 0,93590 CHF 15:01:13 EUR/JPY -0,10 % 183,586 JPY 15:01:13

Stromzähler-Wechsel: Wann das nötig ist und ob man "Smart-Meter" verweigern kann

Technologie

Zählertausch Wieso müssen eigentlich Stromzähler gewechselt werden? Stand: 12.08.2026 09:08 Uhr Ein Hörer hat sich bei MDR AKTUELL gemeldet, nachdem er Post von seinem Stromanbieter bekommen hat. Die zugesandte Tarifänderung hat er so interpretiert: Beim Verbrauch werde es um einige Cent billiger, an anderen Stellen aber umso teurer. Da stand etwas von smarten Stromzählern, deren Betrieb bis zu 300 Euro pro Jahr kosten würde. Deswegen hat er sich bei uns gemeldet und gefragt: Muss ich das wirklich zahlen? Und kann ich den Einbau eines smarten Zählers verweigern – nicht zuletzt aus Sorge davor, dass diese gehackt werden könnten? von MDR AKTUELL Dafür dass ein Stromzähler gewechselt werden muss, kann es mehrere Gründe geben. Der naheliegendste Grund ist, der alte Zähler ist defekt. Ein weiterer Grund ist die Installation einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage). Für PV-Anlagen sind die alten analogen Stromzähler nicht geeignet, da Strom aus dem Netz bezogen, aber auch eingespeist wird. Ein dritter Grund ist das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende. Dies schreibt vor, dass bis Ende 2032 alle analogen Stromzähler durch einen digitalen Stromzähler oder Smart Meter vom Messstellenbetreiber ausgetauscht werden müssen. Den Austausch nimmt der Messstellenbetreiber vor. Der entscheidet auch, ob ein digitaler Stromzähler oder ein intelligentes Messsystem, ein Smart Meter, eingebaut wird. Zudem gibt es in besonderen Fällen eine gesetzliche Smart-Meter-Pflicht. Die betrifft Haushalte mit einem Stromverbrauch von über 6.000 kWh pro Jahr, Haushalte mit einer PV-Anlage oder einer anderen stromerzeugenden Anlage mit einer Leistung von mehr als 7 kW und Haushalte mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung wie zum Beispiel einer Wärmepumpe oder einer Wallbox für das Elektroauto. Kann ich den Einbau eines Stromzählers verweigern? Den Einbau eines digitalen Stromzählers kann man nicht verweigern. Allerdings wird hier in "moderne Messeinrichtungen" und "intelligente Messsysteme" unterschieden. Der wesentliche Unterschied: Nur das "intelligente Messsystem" ist wirklich auch ein "smarter" Stromzähler, der seine Daten automatisch übermittelt. Lorenz Bücklein von der Verbraucherzentrale Sachsen erklärt: "Es ist auf jeden Fall eine moderne Messeinrichtung, die reinkommt. Die kann nicht kommunizieren. Was sein kann, ist, dass ich in Sonderfällen ein sogenanntes Messsystem dazubekomme. Das kann dann kommunizieren. Da können dann auch viertelstündlich die Verbrauchswerte abgelesen oder ausgelesen werden." Wie sicher sind die "smarten" Stromzähler? Die Geräte müssen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sein. Die Messwerte werden verschlüsselt übermittelt und können auch nur von einem berechtigten Empfänger entschlüsselt werden. Was kostet das? Den Einbau bzw. Stromzählerwechsel übernimmt in der Regel der Messstellenbetreiber. Die Betriebskosten sind gesetzlich gedeckelt. Laut Bundesnetzagentur liegen sie für moderne Messeinrichtungen aktuell verbrauchsunabhängig bei maximal 25 Euro pro Jahr. Seit 2025 ist auch ein freiwilliger Wechsel zum intelligenten Messsystem möglich – beispielsweise für Menschen mit einem geringeren Stromverbrauch als 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Für den Einbau darf der Messstellenbetreiber maximal 100 Euro verlangen. Verbrauchsabhängig kommen dann für Betrieb, Wartung, Ablesung, Datenübertragung jährliche Kosten von 30 bis 140 Euro hinzu. MDR, mit Material von Jan Kröger

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