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Studenten entwickeln ein KI-gestütztes Lerntool: Kurz nach ihrem Uni-Abschluss sind Ben und Jonathan Multimillionäre

Technologie

Die Absolventen Ben Ward (23) und Jonathan Graham (24) haben ihre KI-gestützte Lernplattform StudyStash an den britischen Bildungssoftware-Anbieter Kortext verkauft. Laut übereinstimmenden Berichten britischer Medien und Branchenkreisen soll der Wert des Deals im niedrigen achtstelligen Dollarbereich liegen. Wie die britische Zeitung „The Times“ berichtet, werden die jungen Gründer, die erst im Sommer 2025 ihr Studium an der Universität von Birmingham abgeschlossen haben, damit zu Multimillionären.

Vom Studienprojekt zum globalen Erfolg

Die Idee entstand während des dualen Informatikstudiums, welches die beiden Entwickler in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC absolvierten. Um eigene Unterlagen besser verarbeiten zu können, bauten sie ein System, das Lernmaterialien in personalisierte Karteikarten, Tests und Podcasts umwandelt. Nur 13 Monate nach dem Abschluss ihres Studiums nutzen bereits Zehntausende Studierende an über 160 Hochschulen weltweit die Plattform. Dazu gehören große nordamerikanische Universitätssysteme sowie Einrichtungen in Europa und Afrika.

Schneller Markteintritt durch künstliche Intelligenz

Das Start-up der beiden Studenten wuchs mit der Zeit zu einem zehnköpfigen Team heran. „Wir haben im Laufe der Zeit viel gelernt und es macht uns riesigen Spaß. Es fühlt sich gar nicht wie Arbeit an“, so Ben Ward. Laut dem Bericht von „The Times“ verdankt das Start-up sein schnelles Wachstum dem frühen Einsatz von KI-Lernassistenten.

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Viele Hochschulen zögerten anfangs bei der Einführung künstlicher Intelligenz im Lehrbetrieb. Mitgründer Jonathan Graham blickt auf die Anfangszeit zurück. „Es herrscht derzeit ein regelrechter Wettlauf um Marktanteile, aber als wir anfingen, waren die Universitäten, insbesondere die Dozenten, sehr zurückhaltend, KI einzuführen. Das hat sich geändert“, so der Entwickler.

Umzug ins Silicon Valley für weiteres Wachstum

Die Gründer bleiben auch nach der Übernahme als Geschäftsführer und Technologiechef aktiv. Das Produkt StudyStash soll als eigenständige Marke innerhalb des neuen Mutterkonzerns weitergeführt werden. Für die weitere Expansion verlegen die beiden Jungunternehmer ihren Wohnsitz in das kalifornische Silicon Valley. Die Partnerschaft mit Kortext soll die weltweite Reichweite der Lernplattform nun massiv vergrößern.

Start-up während des Studiums: Das sollte beachtet werden

Eine Gründung parallel zum Studium kann ein guter Testlauf sein, ohne dass Studierende ihre Ausbildung vorschnell aufgeben müssen. Das Bundesprogramm EXIST empfiehlt, die Geschäftsidee früh mit potenziellen Kunden zu prüfen, Feedback einzuholen und daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Auch die Rollen im Gründungsteam sowie die Eigentumsrechte an Software, Marken, Daten und anderen Arbeitsergebnissen sollten von Anfang an schriftlich festgelegt werden. Wer Hochschulressourcen oder Forschungsergebnisse nutzt, muss zudem klären, welche Rechte bei der Hochschule und welche beim Gründungsteam liegen.

Außerdem sollten sich Studierende rechtzeitig über mögliche Auswirkungen auf BAföG, Kindergeld, Krankenversicherung und den Studentenstatus informieren und gegebenenfalls das Studierendenwerk, die Krankenkasse oder eine Steuerberatung einbeziehen. Nach Angaben von EXIST können Studierende unter bestimmten Voraussetzungen ein zwölfmonatiges Gründungsstipendium sowie zusätzliche Sach- und Coachingmittel erhalten. Bevor viel Geld in die Entwicklung fließt, sollte ein einfacher Prototyp mit echten Nutzern getestet werden, um die Nachfrage zu prüfen. Ebenso wichtig ist ein realistischer Zeit- und Finanzplan, der Prüfungen, Lebenshaltungskosten und die oft unsichere Anfangsphase des Start-ups berücksichtigt.

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