DAX +0,45 % 25.820,72 Pkt 16:20:56 MDAX -0,04 % 30.411,89 Pkt 16:20:57 Euro Stoxx 50 -1,10 % 6.138,64 Pkt 16:20:45 Dow Jones -0,89 % 52.007,54 Pkt 16:35:56 S&P 500 -1,80 % 7.604,42 Pkt 16:35:52 Nasdaq -3,76 % 25.551,84 Pkt 16:35:51 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -2,78 % 3.919,50 USD 16:25:48 Silber -5,30 % 49,43 USD 16:25:54 Brent -1,33 % 113,35 USD 16:25:51 WTI +1,67 % 103,70 USD 16:25:55 Bitcoin -0,58 % 77.322,33 USD 16:35:56 EUR/USD +0,06 % 1,11630 USD 16:35:45 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 16:35:56 EUR/CHF -0,47 % 0,91930 CHF 16:35:56 EUR/JPY -0,37 % 175,410 JPY 16:35:56

Studie: Deutsche Firmen drosseln USA

Wirtschaft

Deutsche Unternehmen treten bei Investitionen in den USA auf die ⁠Bremse. Im ersten Halbjahr haben sie einer Studie zufolge ihr Engagement um fast zwei Drittel zurückgefahren. Demnach flossen nur noch rund 4,3 Milliarden Euro an deutschen Direktinvestitionen in ⁠die weltgrößte Volkswirtschaft, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von ‌Bundesbank-Daten hervorgeht. Diese lagen der Nachrichtenagentur ​Reuters am Sonntag vorab vor. Das ‌ist ein Einbruch um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Damit ​setzt sich der Negativtrend seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 fort“, sagte IW-Expertin Samina Sultan. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2024, dem letzten vor Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, beträgt der Rückgang sogar knapp 80 ​Prozent. Trump hat mit seiner Wirtschaftspolitik viele wichtige Handelspartner verprellt und mit hohen Zöllen überzogen, darunter die EU ‌und damit Deutschland.

Auch im langfristigen Vergleich ist der Wert alarmierend: In den fünf Jahren vor der Pandemie investierten deutsche Firmen im Schnitt 15,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr in den USA – fast viermal so viel wie heute. Zwar lagen die Werte während der Pandemie-Jahre 2020 bis 2023 noch niedriger, teils sogar im negativen Bereich. „Das war jedoch ⁠dem wirtschaftlichen Einbruch durch die Corona-Pandemie geschuldet – ein Sonderfall“, erklärte Sultan.

Die Forscher ‌nahmen auch die Zusammensetzung der Investitionsflüsse im ​Gesamtjahr 2025 unter die Lupe. Sie stießen dabei auf ein auffälliges Muster: Sowohl die Direktinvestitionskredite als auch die ​reinvestierten ​Gewinne fielen überdurchschnittlich hoch aus. Das Beteiligungskapital im engeren Sinne – der Saldo aus Neuanlage und Liquidation – blieb dagegen unterdurchschnittlich. Das ⁠könnte daran liegen, dass sich Unternehmen bei strategischen Neuinvestitionen wie dem Kauf von Firmen oder dem Aufbau neuer Standorte zurückhalten.

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