DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,30 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,18 % 65,11 USD 22:59:58 Brent 0,00 % 88,52 USD 22:59:58 WTI 0,00 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,03 % 63.044,91 USD 17:01:20 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:57 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:58 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:57

Studie: Deutsche Firmen drosseln USA

Wirtschaft

Deutsche Unternehmen treten bei Investitionen in den USA auf die ⁠Bremse. Im ersten Halbjahr haben sie einer Studie zufolge ihr Engagement um fast zwei Drittel zurückgefahren. Demnach flossen nur noch rund 4,3 Milliarden Euro an deutschen Direktinvestitionen in ⁠die weltgrößte Volkswirtschaft, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von ‌Bundesbank-Daten hervorgeht. Diese lagen der Nachrichtenagentur ​Reuters am Sonntag vorab vor. Das ‌ist ein Einbruch um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Damit ​setzt sich der Negativtrend seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 fort“, sagte IW-Expertin Samina Sultan. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2024, dem letzten vor Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, beträgt der Rückgang sogar knapp 80 ​Prozent. Trump hat mit seiner Wirtschaftspolitik viele wichtige Handelspartner verprellt und mit hohen Zöllen überzogen, darunter die EU ‌und damit Deutschland. Auch im langfristigen Vergleich ist der Wert alarmierend: In den fünf Jahren vor der Pandemie investierten deutsche Firmen im Schnitt 15,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr in den USA – fast viermal so viel wie heute. Zwar lagen die Werte während der Pandemie-Jahre 2020 bis 2023 noch niedriger, teils sogar im negativen Bereich. „Das war jedoch ⁠dem wirtschaftlichen Einbruch durch die Corona-Pandemie geschuldet – ein Sonderfall“, erklärte Sultan. Die Forscher ‌nahmen auch die Zusammensetzung der Investitionsflüsse im ​Gesamtjahr 2025 unter die Lupe. Sie stießen dabei auf ein auffälliges Muster: Sowohl die Direktinvestitionskredite als auch die ​reinvestierten ​Gewinne fielen überdurchschnittlich hoch aus. Das Beteiligungskapital im engeren Sinne – der Saldo aus Neuanlage und Liquidation – blieb dagegen unterdurchschnittlich. Das ⁠könnte daran liegen, dass sich Unternehmen bei strategischen Neuinvestitionen wie dem Kauf von Firmen oder dem Aufbau neuer Standorte zurückhalten.

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