DAX +0,46 % 25.478,44 Pkt 17:08:55 MDAX +0,50 % 32.266,43 Pkt 17:08:55 Euro Stoxx 50 -0,58 % 6.253,09 Pkt 17:08:45 Dow Jones -0,52 % 51.940,30 Pkt 17:23:54 S&P 500 -0,56 % 7.371,90 Pkt 17:23:55 Nasdaq -1,23 % 24.626,64 Pkt 17:23:54 Nikkei -1,49 % 61.434,19 Pkt 08:45:03 Gold +0,72 % 4.065,50 USD 17:13:49 Silber -0,13 % 57,22 USD 17:13:01 Brent +7,49 % 90,39 USD 17:13:05 WTI +7,12 % 84,90 USD 17:13:55 Bitcoin +0,20 % 63.998,76 USD 17:23:55 EUR/USD +0,13 % 1,13840 USD 17:23:24 EUR/GBP +0,14 % 0,85660 GBP 17:23:55 EUR/CHF +0,19 % 0,93320 CHF 17:23:55 EUR/JPY +0,16 % 186,486 JPY 17:23:55

Studie findet Risiko für plötzlichen Sehverlust

Allgemein

Startseite Wissen Abnehmspritze: Studie findet seltenes Risiko für plötzlichen Sehverlust Von: Anne Bajrica Uns auf Google folgen GLP-1-Abnehmspritzen stehen laut einer neuen Studie bei Typ-2-Diabetes mit einem leicht erhöhten Risiko für plötzlichen Sehverlust in Verbindung. New Jersey – Auf einmal fehlt ein Stück im Blickfeld. Konturen verschwimmen, ein Auge sieht dunkler, Teile der Umgebung scheinen wie ausgelöscht. Ursache kann eine seltene Durchblutungsstörung des Sehnervs sein. Neue Daten bringen den plötzlichen Sehverlust nun mit der sogenannten Abnehmspritze in Verbindung. Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Wissensmagazin SMART UP NEWS Wissenswertes aus Gesundheit und Ernährung, neuen Technologien, Umwelt- und Klimathemen sowie Psychologie und Lebensstil – smartup-news.de. Jeden Tag klüger. Unter GLP-1-Mitteln traten innerhalb von 18 Monaten etwa drei bis vier zusätzliche Fälle je 10.000 Behandelte auf. Das absolute Risiko blieb gering. Der mögliche Schaden wiegt dennoch schwer, denn verlorene Sehkraft kehrt häufig nicht vollständig zurück. Forscher der Rutgers University analysierten dafür Gesundheitsdaten von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes. Ihre Untersuchung erschien im Fachjournal Annals of Internal Medicine. Erfasst wurden 18- bis 65-Jährige, die eine neue Diabetesbehandlung begannen. Das Team verglich GLP-1-Rezeptoragonisten mit zwei anderen Wirkstoffgruppen. Zu den GLP-1-Mitteln gehören Semaglutid und Tirzepatid, bekannt aus Präparaten wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro. Die Daten belegen jedoch nicht, dass diese Medikamente den Sehverlust verursachen. Wie Abnehmspritze und Sehverlust zusammenhängen Innerhalb von 18 Monaten trat die seltene Durchblutungsstörung des Sehnervs bei rund neun von 10.000 Menschen mit GLP-1-Mitteln auf. Unter anderen Diabetesmedikamenten waren es etwa vier bis sechs Fälle. Je nach Vergleichsgruppe entspricht das einem zusätzlichen Fall unter rund 2800 bis 3300 Behandelten. „Der Anstieg des Risikos war gering – etwa drei bis vier zusätzliche Fälle pro 10.000 Patienten, die über 18 Monate mit GLP-1-Mitteln behandelt wurden“, erklärt Studienleiter Chintan Dave. Männer über 50 erkrankten deutlich häufiger Unter den GLP-1-Nutzern registrierte das Team insgesamt 81 Fälle. Davon betrafen 69 Menschen über 50 Jahre. Das entspricht 85,2 Prozent. Außerdem entfielen 57 Fälle und damit 70,3 Prozent auf Männer. Größere Risikounterschiede traten auch bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bereits bestehenden Augenproblemen auf. Bei Frauen und Menschen unter 50 Jahren waren die Unterschiede dagegen gering. Daraus lässt sich jedoch keine sichere Risikogruppe ableiten. Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen können das Ausgangsrisiko unabhängig von der Behandlung erhöhen. Die Auswertung kann daher nicht klären, ob GLP-1-Mittel dieses Muster verursachten. Minderdurchblutung schädigt den Sehnerv dauerhaft Der Sehnerv überträgt die Informationen aus dem Auge an das Gehirn. Bei einer ischämischen Optikusneuropathie erhält ein Teil dieses Nervs zu wenig Blut. Häufig handelt es sich um die nicht arteriitische anteriore Form, kurz NAION. Sie macht ungefähr drei Viertel der Fälle bei Erwachsenen aus. Typische Beschwerden sind verschwommenes Sehen, Verdunkelungen und Ausfälle im Gesichtsfeld. Meist betrifft die Erkrankung nur ein Auge. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen bessert sich die Sehkraft teilweise, meist innerhalb der ersten sechs Monate. Häufig bleibt jedoch eine Einschränkung zurück. „Obwohl die ischämische Optikusneuropathie selten war, ist sie klinisch bedeutsam, weil sie einen plötzlichen Sehverlust verursachen kann“, sagt Dave. Gesundheitsdaten lassen die Ursache offen Die ausgewerteten US-Daten stammen aus den Jahren 2017 bis 2022. Mehr als 80 gesundheitliche und demografische Merkmale flossen in die Berechnungen ein. Damit glich das Team Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen rechnerisch an. Eine solche Beobachtungsanalyse ersetzt jedoch keine kontrollierte klinische Studie. Zudem fehlten wichtige Angaben, darunter das Körpergewicht und die Dauer der Diabeteserkrankung. Auch eindeutige Diagnosecodes für NAION standen nicht zur Verfügung. Stattdessen erfasste das Team sämtliche neu dokumentierten ischämischen Optikusneuropathien. Nicht gemessene Unterschiede zwischen den Patienten könnten einen Teil des erhöhten Risikos erklären. Ergebnisse gelten nur für Menschen mit Diabetes GLP-1-Mittel kommen bei Typ-2-Diabetes und Adipositas zum Einsatz. Sie senken den Blutzucker, dämpfen den Appetit und können Risiken für Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen verringern. Die aktuelle Auswertung erfasste jedoch ausschließlich Erwachsene mit Typ-2-Diabetes. Menschen, die eine Abnehmspritze allein gegen Adipositas nutzten, bildeten keine eigene Untersuchungsgruppe. Auch einzelne Wirkstoffe oder Marken wurden nicht getrennt ausgewertet. Aussagen über ein bestimmtes Präparat wie Ozempic, Wegovy, Mounjaro oder Zepbound sind daher nicht möglich. Bei plötzlich verschwommener Sicht, Verdunkelungen oder Ausfällen im Gesichtsfeld rät Dave zu einer raschen augenärztlichen Untersuchung, besonders bei Menschen mit einem bereits erhöhten Risiko. Kurz zusammengefasst:

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