DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,04 % 64.334,47 USD 10:30:32 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Studie: Herzinfarktpatienten haben häufig Mikroplastik im Blut

Gesundheit

Sie entstehen beispielsweise durch Reifenabrieb, zerfallende Kunststofftextilien und Plastiknetze im Meer: Überall in unserer Umwelt sind Mikroplastikpartikel. Damit sind laut Definition des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) feste, wasserunlösliche Kunststoffpartikel gemeint, die kleiner als fünf Millimeter sind. Auch winzige Nanoplastikpartikel gehören dazu, diese sind sogar kleiner als ein Mikrometer. Was die Folgen der Mikroplastikflut sind, ist noch nicht bekannt. Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt hat, sondern auch gesundheitliche Folgen für den menschlichen Körper – unter anderem Entzündungen, Immunschäden und oxidative Zellschäden werden mit Mikroplastik im Körper in Zusammenhang gebracht. Gelangt Mikroplastik in die Herzkranzgefäße? Eine neue Studie, die vor einigen Tagen im European Heart Journal veröffentlicht wurde, hat nun einen neuen Zusammenhang gefunden. Ein italienisches Forschungsteam wollte herausfinden, ob Mikroplastik im Koronarkreislauf – also im Blut, das durch die das Herz versorgenden Arterien fließt – vorkommt. Und wenn ja, ob das einen Einfluss auf die Herzgesundheit hat. Um das aufzuklären, untersuchten die Forscherinnen und Forscher die Herzkranzgefäße von 61 Patientinnen und Patienten, die wegen eines vermuteten Herzleidens einer Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiographie) unterzogen wurden. Die Patientinnen und Patienten wurden nach der Untersuchung in drei Gruppen eingeteilt: Personen mit akutem und lebensbedrohlichen Herzinfarkt Personen mit chronischem Koronarsyndrom Personen mit normalen Herzkranzgefäßen Herzinfarktpatienten haben mehr Mikroplastik im Blut Es zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Mikroplastikpartikeln im Blut und Herzbeschwerden: Im Blut der Herzinfarkt-Patientinnen und Patienten wurden signifikant häufiger Mikro- und Nanokunststoffe nachgewiesen: In mehr als 84 Prozent der Fälle hatten die Herzinfarkt-Patientinnen und Patienten Mikroplastik in den Herzkranzgefäßen. Bei den Patientinnen und Patienten mit chronischem Koronarsyndrom waren es nur 40 Prozent. In der Kontrollgruppe ohne Herzbeschwerden hatten circa 32 Prozent der Personen Mikroplastik im Blut. Doch es wurde nicht nur mehr Mikroplastik im Blut der Herzinfarkt-Gruppe gefunden: Auch die Vielfalt der Partikel war größer. Insgesamt machte Polyethylen mit 97 Prozent den größten Anteil in den Herzblutgefäßen aus. Rauchen und Luftverschmutzung ebenfalls Faktoren Außerdem befragten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Patientinnen und Patienten nach ihrem Rauchverhalten. Das Ergebnis: Rauchen ging mit einem deutlich erhöhten Risiko für Mikro- und Nanoplastik im Blut einher. Und nach höherer langfristiger Feinstaub-Belastung war der Nachweis von Mikroplastik in den Blutgefäßen ebenfalls wahrscheinlicher.

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