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Studie: Saar-Haushalte zahlen Millionen Euro zu viel für Strom

Wirtschaft

Knapp 1,7 Milliarden Euro könnten deutschlandweit pro Jahr eingespart werden – so die Studie des Energiekonzerns Eon und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft — wenn Stromverbräuche von E-Autos, Wärmepumpen, Waschmaschinen und Co. gezielt in günstige Zeiten gelegt würden.

Einsparpotenzial durch flexible Stromnutzung könnte weiter wachsen

Da der Stromverbrauch in den kommenden Jahren steige, würde das Einsparpotenzial ebenfalls weiterwachsen. Bei der zunehmenden dezentralen Stromerzeugung würden Privathaushalte Schlüsselpositionen einnehmen. Laut den Studienmachern sind etwas mehr als zwei Drittel der Befragten bereit, Stromverbräuche mit Hilfe von flexiblen Tarifen in günstige Zeiten zu verschieben.

Dafür müssten die Hürden für die Kunden – sowohl regulatorisch als auch in Sachen Tarifgestaltung – möglichst niedrigschwellig sein. Grundlage für diese Entwicklung sei, dass flächendeckend Smart Meter, also intelligente Stromzähler, installiert werden.

Smart Meter-Einbau im Saarland hinkt hinterher

Der Einbau von Smart Metern ist gesetzlich vorgeschrieben, allerdings erst ab einem Verbrauch von 6000 Kilowattstunden jährlich oder einer PV-Anlage mit über sieben Kilowatt Leistung. In diesen Haushalten sind sie seit Januar 2025 Pflicht. Bis 2032 verlangt das Gesetz den flächendeckenden Einbau dieser Geräte in allen Haushalten. Das ist allerdings noch nicht sehr weit vorangeschritten. So hatten Mitte 2024 nur etwa ein Prozent aller Energis-Kunden ein intelligentes Messgerät.

Wer aber ein solches Gerät will, kann das bei seinem Anbieter anfragen. Diesem Wunsch muss dieser seit 2025 nachkommen. Auch das ist gesetzlich geregelt. Die Kosten dafür trägt der Nutzer, sie sind laut Bundesnetzagentur aber gedeckelt. Für Haushalte beispielsweise, die bis zu 10.000 Kilowattstunden jährlich verbrauchen, sind es maximal 40 Euro pro Jahr. Wer eine Wärmepumpe und eine E-Auto-Ladestation hat, muss mit 50 Euro im Jahr rechnen.

Nicht jeder Haushalt kann viel einsparen

Ob und wie viel man sparen kann, hängt aber nicht ausschließlich mit dem Einbau eines Smart Meters zusammen. Mit flexiblen Tarifen sparen können hauptsächlich die Haushalte, die zu bestimmten Zeiten hohe Verbräuche haben — etwa zum Laden des E-Autos oder für die Wärmepumpe.

Die VSE-Gruppe, einer der größten Energieversorger für das Saarland, weist diesbezüglich darauf hin, dass ein Großteil des privaten Stromverbrauchs im sogenannten Basisverbrauch besteht. Dazu zählen unter anderem Beleuchtung, Kochen, Fernsehen oder auch Internetnutzung – alles Dinge, die man als Privatperson nicht in günstige Zeiträume legen kann oder will.

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 8.9.2026 berichtet.

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