DAX +0,50 % 25.588,97 Pkt 16:03:50 MDAX -0,78 % 31.992,15 Pkt 16:03:50 Euro Stoxx 50 +0,02 % 6.345,81 Pkt 16:03:45 Dow Jones +0,92 % 52.067,54 Pkt 16:18:46 S&P 500 +1,33 % 7.413,80 Pkt 16:18:43 Nasdaq +2,59 % 25.075,00 Pkt 16:18:48 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,55 % 4.077,60 USD 16:08:50 Silber -2,68 % 57,24 USD 16:08:50 Brent +1,17 % 90,07 USD 16:08:50 WTI +1,87 % 85,15 USD 16:08:50 Bitcoin -3,47 % 62.479,83 USD 16:18:47 EUR/USD +0,12 % 1,14810 USD 16:18:23 EUR/GBP -0,29 % 0,85530 GBP 16:18:50 EUR/CHF -0,16 % 0,93120 CHF 16:18:50 EUR/JPY -2,40 % 182,763 JPY 16:18:50

Studie untersucht Sildenafil und Metastasen

Gesundheit

Startseite Wissen Viagra gegen Krebs? Studie zeigt, wie Sildenafil Metastasen bremsen könnte Uns auf Google folgen Die retrospektive Untersuchung wertete Daten von Menschen aus, die das Medikament bereits vor ihrer Krebserkrankung eingenommen hatten. Tel Aviv – Forscher haben einen Mechanismus identifiziert, durch den das gegen Erektionsstörungen eingesetzte Medikament Sildenafil (Viagra) die Ausbreitung von Krebs hemmen könnte: Es stört die Nutzung von Cholesterin in bösartigen Zellen. Die Wirkung scheint sich zu verstärken, wenn das Medikament zusammen mit Statinen eingenommen wird, berichtet die South China Morning Post. Wissenschaftler des israelischen Weizmann Institute of Science führten die Studie gemeinsam mit Forschern aus den USA durch. Sie stellten einen Zusammenhang zwischen der bekannten gefäßerweiternden Wirkung von Sildenafil und einem neu entdeckten biologischen Mechanismus her, der die Fähigkeit von Krebszellen einschränkt, Cholesterin zu nutzen. Das Team bezeichnete Cholesterin als „einen wesentlichen Bestandteil von Zellmembranen“, der besonders wichtig für Zellen sei, die versuchten, sich abzulösen und neue Tumore zu bilden. Wenn der Zugang von Krebszellen zu Cholesterin eingeschränkt werde, hätten die Zellen „größere Schwierigkeiten, Metastasen zu bilden“, erklärten die Forscher. Die Kombination von Sildenafil mit cholesterinsenkenden Statinen könnte diesen Prozess noch stärker hemmen, berichtet die South China Morning Post. PDE5-Signalweg Der in der neuen Studie beschriebene Signalweg beruht darauf, dass das Medikament die Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5) hemmt. Dadurch steigt die Konzentration von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP), was eine Kaskade von Veränderungen bei der Verarbeitung von Cholesterin in den Zellen auslöst. Durch den erhöhten cGMP-Spiegel bindet Sildenafil an Proteine, die Cholesterin transportieren, blockiert deren Funktion und schließt das Cholesterin dadurch gewissermaßen in den Zellen ein. Das schwächt Krebszellen in dem Moment, in dem sie versuchen, sich vom Primärtumor abzulösen. Bei Labortests an tierischen und menschlichen Tumorzellen stellten die Forscher fest, dass dieser Eingriff in den Stoffwechsel stark wanderungsfähige Tumorzellen besonders anfällig machte. Diese Schwäche trat noch deutlicher hervor, wenn Statine in Kombination mit Sildenafil die allgemeine Verfügbarkeit von Cholesterin weiter verringerten. Anhand der Datensätze von rund fünf Millionen Menschen bei Clalit Health Services, Israels größter gesetzlicher Krankenversicherung (HMO), untersuchte das Team die Behandlungsergebnisse unter realen Bedingungen. Menschen, die regelmäßig Sildenafil einnahmen, hatten demnach im Vergleich zu Nichtanwendern eine bessere Gesamtüberlebensrate und ein geringeres Metastasierungsrisiko. Die Sterblichkeit ging bei denjenigen am stärksten zurück, die sowohl Sildenafil als auch Statine einnahmen. Zwei Jahrzehnte medizinischer Daten Die retrospektive Untersuchung wertete Daten von Menschen aus, die das Medikament bereits vor ihrer Krebserkrankung eingenommen hatten. Sie lässt keine Aussage darüber zu, ob der Beginn einer Sildenafil-Behandlung nach der Diagnose dieselben Vorteile bringt.

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