DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Studie: US-Rechenzentren werden 2035 ein Fünftel des Landesstroms verbrauchen

Wirtschaft

close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Der Stromverbrauch von Rechenzentren wird in den nächsten Jahren enorm steigen, was aufgrund des KI-Booms bereits seit einiger Zeit zu erwarten war. Eine neue Studie des Forschungsunternehmens BloombergNEF macht den Anstieg jetzt anhand von Zahlen deutlich. Aktuell verbrauchen Rechenzentren in den USA 5,9 Prozent des Landesstroms. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 12 Prozent und bis 2035 sogar auf 20 Prozent des Stromverbrauchs des Landes anwachsen. Weiterlesen nach der Anzeige In anderen, wenn auch kleineren, Ländern ist dies bereits soweit. In Irland verbrauchen Rechenzentren schon jetzt 23 Prozent des Landesstroms, mehr als alle städtischen Haushalte der Insel zusammen. Auf einen solchen Anteil dürften bald auch die US-Bundesstaaten Virginia und Texas kommen, wo überdurchschnittlich viele Rechenzentren zu finden sind. Forscher erhöhen die Stromverbrauchsprognose massiv Die Studie von BloombergNEF (Bloomberg New Energy Finance) beziffert den Stromverbrauch von US-Rechenzentren bis 2035 auf 194 Gigawatt in dem Land. Das ist ein massiver Anstieg gegenüber früheren Prognosen dieses Forschungsunternehmens. Ende 2025 hatte BloombergNEF für 2035 noch 106 Gigawatt prognostiziert, was bereits 36 Prozent höher lag als der Ausblick im April des Jahres. Nun haben die Forscher die Prognose noch einmal um 83 Prozent erhöht. Der Grund für diesen Anstieg liegt in der wachsenden Nachfrage nach Rechenkapazitäten für künstliche Intelligenz (KI). Deshalb entstehen immer mehr Server-Farmen. In den USA finanziert der US-Investor Blackstone Googles neue Rechenzentren mit 5 Milliarden US-Dollar, während Metas größtes KI-Rechenzentrum mehr als 250 Milliarden Dollar verschlingen soll. Auch in Deutschland soll die Zahl der Rechenzentren drastisch erhöht werden. Die Bundesregierung will eine Vervierfachung bis 2030. „Jedes Kohlekraftwerk, jedes Gaskraftwerk, jeder Solarpark in den USA – jede fünfte erzeugte Energieeinheit fließt in Rechenzentren“, erklärt Lloyd Arnold, Analyst bei BloombergNEF und einer der Autoren der Studie. „Dieselbe Energie wird also auch für den Betrieb von Elektrofahrzeugen, die Stromversorgung von Städten usw. verwendet.“ Probleme mit der Stromversorgung Weiterlesen nach der Anzeige Da die meisten Rechenzentren auf das Stromnetz angewiesen sind, wirft dies Probleme mit der Stromversorgung auf. „Wir sehen bereits, dass das Stromnetz Schwierigkeiten hat, mitzuhalten, und das führt zu einer Veränderung der Art und Weise, wie Anlagen an das Stromnetz angeschlossen werden“, fügte Arnold hinzu. Einige Behörden verlangen deshalb einen Nachweis für die Stromversorgung oder eine eigene Stromerzeugung. Andere haben sogar genug: Der US-Bundesstaat New York erlaubt 1 Jahr lang keine neuen großen Rechenzentren. Das Stromproblem dürfte sich angesichts der prognostizierten Entwicklung künftig noch verschärfen. Laut BloombergNEF können in den USA maximal 7,1 Gigawatt an zusätzlicher Rechenzentrumskapazität pro Jahr an das Stromnetz angeschlossen werden. Sollte dieses Wachstum anhalten, ist demnach bis 2035 mit einem Engpass von 19 Gigawatt zu rechnen.

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