Studie zeigt Zusammenhang mit Ernährung
Startseite Wissen 55,8 Prozent weniger Risiko: Was eine Studie zu Ernährung und Gebärmutterhalskrebs zeigt Uns auf Google folgen Eine US-Analyse zeigt: Frauen mit antioxidantienreicher Ernährung erkrankten seltener an Gebärmutterhalskrebs. Doch ein Kausalbeweis steht noch aus. Washington – Eine ausgewogene, antioxidantienreiche Ernährung kann wesentlich zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs beitragen. Eine im International Journal of Gynecology & Obstetrics veröffentlichte Studie zeigt, dass Frauen mit einer besonders antioxidantienreichen Ernährung ein um 55,8 Prozent geringeres Risiko für Gebärmutterhalskrebs haben als Frauen mit der niedrigsten Zufuhr. Die Ergebnisse basieren auf Daten von 1.044 Teilnehmerinnen aus den Jahren 2003 bis 2018. Zur Beurteilung der Ernährung verwendeten die Forscher den Composite Dietary Antioxidant Index (CDAI), der auf Grundlage von Befragungen zu Ernährungsgewohnheiten erhoben wurde. Die Analyse basiert auf der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES), einer repräsentativen Langzeitstudie aus den USA, wie Cumhuriyet berichtet. Klarer Zusammenhang zwischen Dosis und Schutz Die Analyse ergab einen direkten Dosis-Wirkungs-Zusammenhang: Mit jedem Anstieg des Antioxidantienindex um eine Einheit sank das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um 11,4 Prozent, wie Lenta.ru berichtet. Zu den untersuchten Nährstoffen gehörten die Vitamine C und E, Carotinoide, Selen und pflanzliche Polyphenole. Diese sind reichlich in Gemüse, Obst, Beeren, Nüssen, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, grünem Tee und bestimmten Gewürzen enthalten. In einer weiteren Analyse stellten die Wissenschaftler zudem fest, dass eine höhere Antioxidantienaufnahme mit einem um 11,4 Prozent geringeren Risiko für Darmkrebs einherging. Korrelation nachgewiesen, aber noch kein Kausalzusammenhang Biologisch lässt sich der Schutzeffekt dadurch erklären, dass Antioxidantien Zellen vor oxidativem Stress schützen, der zur Tumorentstehung beitragen kann, schreibt Lenta.ru. Die Autoren der Studie betonen jedoch, dass es sich um eine statistische Korrelation handelt und noch kein Beweis für einen direkten Kausalzusammenhang ist. Daher fordert das Forschungsteam weitere klinische und prospektive Studien, um die genauen biologischen Mechanismen im Gewebe eingehend zu untersuchen und die Ergebnisse zu bestätigen. (Redaktion)