Sturzflut im Himalaya: Zahl der Todesopfer steigt - Hunderte Urlauber vermisst
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Sturzflut im Himalaya: Zahl der Todesopfer steigt – Hunderte Urlauber vermisst
Von: Kai Hartwig, Martina Lippl, Jennifer Lanzinger
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Eine verheerende Sturzflut im Himalaya-Hochland fordert Dutzende Menschenleben. An der Grenze zwischen China und Nepal suchen Rettungskräfte nach Vermissten.
Update vom 26. August, 21:19 Uhr: Nach der katastrophalen Sturzflut in einer Gebirgsregion von Nepal ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen. Es seien mindestens 157 Menschen gestorben, teilte die Polizei des Landes auf der Plattform X mit. Hunderte Menschen – darunter mehr als 400 Reisende aus Nepal und aus dem Ausland sowie Polizisten und Soldaten – werden vermisst.
Laut einem Bericht der Zeitung The Kathmandu Post ereignete sich die Überschwemmung, nachdem eine Eislawine auf der chinesischen Seite der Grenze zu Nepal einen Nebenfluss des Bhotekoshi blockiert hatte. Dadurch habe sich ein vorübergehender See gebildet, der anschließend über die Ufer getreten sei. Nepals Außenminister Shisir Khanal erklärte vor dem Parlament, dass ein Erdbeben die mutmaßliche Unglücksursache sei. Das legten erste Berichte nahe, so Khanal. Zudem registrierte das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) ungefähr sieben Minuten vor dem Erdrutsch, den Überwachungskameras festhielten, einen Erdstoß der Stärke 4,4.
Satellitenbilder deuteten darauf hin, dass eine Lawine aus Schnee und Fels eine Mure im Fluss Lhende ausgelöst habe, teilte die nepalesische Katastrophenschutzbehörde mit.
Update vom 26. August, 16:15 Uhr: Gewaltige Schlamm- und Wassermassen überfluteten auch den Grenzübergang Gyirong in Tibet. Das chinesische Staatsfernsehen meldete zwar einen Erdrutsch in Tibet, zur Zahl der Toten und Verletzten äußerte sich die Regierung in Peking zunächst nicht. Gyirong ist ein wichtiges Zentrum für den Reise- und Warenverkehr zwischen China und Nepal.
Zahl der Todesopfer nach Nepal-Sturzflut steigt auf 95
Update vom 26. August, 16:06 Uhr: Die Zahl der Todesopfer ist auf mindestens 95 gestiegen, teilt die nepalesische Polizei in einem Update auf der Plattform X mit. Es gibt bislang 41 Verletzte.
Update vom 26. August, 15:10 Uhr: Brücken sind zerstört und ganze Ortschaften verwüstet – mindestens 31 Menschen starben bei einer massiven Sturzflut an der Nepal-China-Grenze am Mittwochmorgen (26. August). Hunderte werden noch vermisst. Besonders betroffen sind mehrere Siedlungen in den Bezirken Rasuwa und Nuwakot am Ufer des Flusses Trishuli. Die Region ist als Ausgangspunkt für Trekking-Touren beliebt, der Kontakt zu etwa 400 Menschen ist abgebrochen. Die Behörden warnen.
Sturzflut in Nepal: Zahl der Todesopfer steigt auf mindestens 31
Update vom 26. August, 14:40 Uhr: Nach der verheerenden Sturzflut in der Gebirgsregion in Nepal ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 31 gestiegen, teilt die BBC unter Berufung auf die Behörden mit. Bislang wurden 39 Menschen verletzt. Die Zahl der Opfer dürfte noch weiter steigen. Hunderte Touristen, darunter auch mehr als 290 Ausländer aus Deutschland, den USA und Spanien, gelten noch als vermisst. Die nepalesische Armee hat nach Angaben ihres Sprechers Rajaram Basnet 88 Menschen gerettet, die von den Fluten eingeschlossen worden waren, berichtet The Kathmandu Post.
Update vom 26. August, 14:20 Uhr: Nepals Militär hat dutzende Helikopter mobilisiert, um betroffene Menschen aus dem Katastrophengebiet nördlich von Kathmandu zu retten. Auf Facebook teilt das Militär verschiedene Videos von seinen Rettungsaktionen. Darauf ist unter anderem zu sehen, wie Überlebende mit Seilwinden aus dem Schlamm in Sicherheit gebracht werden.
Erdbeben für Sturzfluten verantwortlich sein
Update vom 26. August, 13:55 Uhr: Die verheerende Sturzflut wurde nach ersten Erkenntnissen von einem Erdbeben ausgelöst, wie Nepals Außenminister Shishir Khanal dem Parlament mitgeteilt haben soll, heißt es bei der BBC. Das Erdbeben löste eine Lawine aus, die wiederum zu Sturzfluten geführt haben soll. Diese Informationen würden jedoch noch überprüft. Laut The Kathmandu Post hätten Beamte der nepalesischen Hochwasservorhersagebehörde angegeben, inoffizielle Informationen erhalten zu haben, wonach ein Erdrutsch in Tibet einen Fluss blockiert haben könnte, bevor der aufgestaute Fluss über die Ufer trat.
Sturzflut im Himalaya: Erste Tote bestätigt – offenbar Hunderte Urlauber vermisst
Erstmeldung vom 26. August 2026: Wasser- und Schlammmassen haben in der Grenzregion zwischen China und Nepal mindestens 17 Menschen das Leben gekostet, berichtet die BBC unter Berufung auf die nepalesische Polizei. Hunderte Menschen, darunter auch 384 Touristen aus Deutschland, den USA und Spanien, werden noch vermisst.
Nach dem Abgang einer massiven Schlammlawine am Mittwochmorgen (26. August) ist das Ausmaß der Schäden in der Region zunächst noch unklar. Die Zerstörung ist jedoch großflächig. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind die Orte Timure und Syarubesi, im Rasuwa-Distrikt und Langtang betroffen. Auf Videos aus Nepal in den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie eine Brücke von den Fluten weggerissen und mehrstöckige Gebäude einstürzen.
Einsatz der Armee angekündigt
Nach Berichten der Zeitung The Kathmandu Post und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt. Unter anderem seien Häuser und Brücken zerstört oder beschädigt worden.
Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmaßnahmen an. Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus. Unklar war zunächst, was die Sturzflut ausgelöst hat. Nicht ausgeschlossen wurde, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte. Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen.
Zahlreiche Opfer und Vermisste befürchtet
Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von Befürchtungen über zahlreiche Opfer und Vermisste am Grenzübergang im Kreis Gyirong im Südwesten der Region Tibet. Genauere Angaben lagen nicht vor. Die nepalesische Tourismusbehörde spricht in einer Meldung von rund 384 vermissten Urlaubern.
Die Schlammlawine habe die Straßen zu dem Grenzübergang sowie die Stromzufuhr und Kommunikationsverbindungen abgeschnitten, berichtete Xinhua. Videoaufnahmen in sozialen Medien und Fotos zeigten, wie die braunen Schlammmassen das Flusstal überspülten.
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping forderte, die Vermissten mit allen Mitteln zu suchen und Menschen in der Region in Sicherheit zu bringen, wie Xinhua meldete. Zudem mahnte er demnach, das Frühwarnsystem zu stärken. Xi gibt solche Anweisungen in der Regel nur bei besonders schweren Unglücken. Zudem schickte er mit Zhang Guoqing einen ranghohen Kader der Kommunistischen Partei in die betroffenen Region, um die Rettungsmaßnahmen zu überwachen.