DAX +0,03 % 26.331,07 Pkt 17:30:14 MDAX +0,26 % 32.335,17 Pkt 17:30:14 Euro Stoxx 50 -0,26 % 6.533,99 Pkt 17:30:00 Dow Jones -0,26 % 53.836,76 Pkt 18:05:34 S&P 500 -0,10 % 7.745,22 Pkt 18:05:34 Nasdaq -0,16 % 26.561,90 Pkt 18:05:29 Nikkei +0,83 % 67.524,06 Pkt 08:45:02 Gold +2,15 % 4.477,40 USD 17:55:23 Silber +1,74 % 65,90 USD 17:55:31 Brent -0,02 % 88,89 USD 17:55:21 WTI +0,20 % 83,37 USD 17:55:32 Bitcoin -0,23 % 63.405,31 USD 18:05:23 EUR/USD -0,04 % 1,15410 USD 18:05:20 EUR/GBP -0,05 % 0,85410 GBP 18:05:35 EUR/CHF +0,18 % 0,93670 CHF 18:05:35 EUR/JPY -0,02 % 183,724 JPY 18:05:33

Suchtgefahr durch Instagram und Facebook: Mammutprozess gegen Meta in den USA beginnt

Wirtschaft

Die Kläger werfen Meta unter anderem vor, junge Nutzer bewusst abhängig von ihren Netzwerken zu machen. Zudem seien unrechtmäßig Daten Minderjähriger gesammelt worden. Dem Unternehmen drohen bei diesem potenziell wegweisenden Prozess ‌nach eigenen Angaben Strafzahlungen von bis zu 1,4 Billionen Dollar. Das entspricht in etwa seinem aktuellen Börsenwert. Darüber hinaus könnte Meta gezwungen sein, bestimmte Funktionen bei Facebook und Instagram zu ändern oder abzuschalten. Der Technologiekonzern hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen. Man sei zuversichtlich, dass die Beweislage das langjährige Engagement für die Unterstützung junger Menschen belegen werde. »Wir haben Eltern zugehört, mit Experten und Strafverfolgungsbehörden zusammengearbeitet und eingehende Untersuchungen angestellt, um die wichtigsten Probleme zu verstehen.« Der Vorwurf, Verbraucher über mögliche Gefahren in die Irre ​geführt zu haben, sei nicht haltbar, weil »Social-Media-Sucht« keine anerkannte psychische Erkrankung sei. Auslöser der Ermittlungen gegen Meta waren die Aussagen ⁠der früheren Mitarbeiterin Frances ⁠Haugen. Sie hatte 2021 vor einem Senatsausschuss ausgesagt, dass der Konzern aus Gewinnstreben bewusst auf eine Verbesserung des Jugendschutzes verzichte. »Meta weiß, dass seine Plattformen Kindern und Jugendlichen schaden, sorgt aber weiterhin dafür, dass diese süchtig bleiben«, betonte die Generalstaatsanwältin in einer Stellungnahme ‌anlässlich des aktuellen Prozesses. »Unsere Kinder sind keine Datenpunkte, die zu Geld gemacht werden dürfen.« Seit den Haugen-Aussagen wächst ​der öffentliche und politische Druck ‌auf die Betreiber von Onlineplattformen. Allein in den USA sind Tausende Verfahren von Bundesstaaten, Lokalbehörden, Schulämtern und Einzelpersonen anhängig. In einigen Fällen wurden Meta und die Alphabet-Tochter Google, zu der unter anderem die ‌Videoplattform YouTube gehört, zu Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe verurteilt. Im Mai einigte sich Meta mit einem Schulbezirk im US-Bundesstaat Kentucky außergerichtlich.

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