DAX -0,37 % 25.368,91 Pkt 10:00:44 MDAX -1,06 % 32.052,96 Pkt 10:00:47 Euro Stoxx 50 +0,19 % 6.260,90 Pkt 10:00:45 Dow Jones -1,18 % 51.594,14 Pkt 23:12:38 S&P 500 -1,31 % 7.316,15 Pkt 23:12:40 Nasdaq -1,96 % 24.442,94 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +1,71 % 4.103,60 USD 10:05:38 Silber -0,80 % 57,40 USD 10:05:46 Brent +1,55 % 92,15 USD 10:03:39 WTI +0,37 % 84,77 USD 10:05:47 Bitcoin +0,01 % 63.913,75 USD 10:15:43 EUR/USD +0,56 % 1,14510 USD 10:15:24 EUR/GBP +0,06 % 0,85740 GBP 10:15:47 EUR/CHF +0,14 % 0,93430 CHF 10:15:46 EUR/JPY +0,41 % 187,328 JPY 10:15:47

Südeuropa: Hitzewelle und Wind entzünden neue Waldbrände am Mittelmeer

Welt

Eine Hitzewelle und kräftiger Wind haben in Südeuropa neue Feuer entfacht und machen weitere Evakuierungen nötig. In Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei flammten neue Brände auf. Spanischer Nationalpark fängt Feuer Ein besonders schwerer Brand entzündete sich im Nordwesten Spaniens in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal. Rund 950 Menschen wurden in der betroffenen Region laut Medienberichten und Polizeiangaben in Sicherheit gebracht, darunter Bewohnerinnen eines Altenheims. Zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle innerhalb des Parque Natural Arribes del Duero seien evakuiert worden, teilte die Regionalregierung der Gemeinschaft Kastilien und León mit. Für zwei weitere Orte gelten Ausgangsbeschränkungen. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach nach einem Treffen mit König Felipe VI. in Palma de Mallorca am Mittwoch von einer äußerst angespannten Waldbrandlage. Derzeit seien in Spanien zehn Feuer unterschiedlichen Ausmaßes aktiv, sagte Sánchez. Angesichts einer neuen Hitzewelle, die bis Sonntag andauern werde, rief er die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf. Sánchez hat die Europäische Kommission nach eigenen Angaben gebeten, auf Mallorca ein neues europäisches Zentrum für die Brandbekämpfung einzurichten. In anderen Gebieten Spaniens hat sich die Lage unterdessen etwas entspannt. Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen werden nach und nach aufgehoben. Allerdings dürfen noch rund 9.500 Menschen in der autonomen Gemeinschaft Madrid weiterhin nicht in ihre Häuser zurückkehren. Flammen im Südwesten Frankreichs Auch in mehreren Regionen Frankreichs brachen erneut Waldbrände aus. Betroffen ist im bereits von Bränden betroffenen südfranzösischen Departement Var die Gegend um die Kleinstadt Brignoles. Dort wurden 600 bis 700 Menschen in Sicherheit gebracht. Zudem entzündete sich im Wald von Fontainebleau südlich von Paris ein neues Feuer sowie im Burgund in Couchey in der Nähe der Großstadt Dijon. An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo in Frankreich die bislang heftigsten Brände der Saison auf einer Fläche von 42.000 Hektar gewütet hatten, kämpfte die Feuerwehr bei Temperaturen von bis zu 41 Grad und kräftigem Wind gegen neu aufflammende Brandherde. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften konnte das Ausbreiten der Flammen am Mittwoch verhindern. Die Präfektur äußerte die Hoffnung, »eine Rückkehr zur Normalität für die Einwohner und die Unternehmen, die ihrer Arbeit nachgehen müssen, ins Auge fassen zu können«. Für die kommenden Tage seien günstige Wetterbedingungen vorhergesagt worden, was optimistisch stimme, zitierte die Zeitung Ouest-France die örtliche Präfektin, Sophie Brocas. Rund 224.000 Anwohner und Touristen waren aus der Region gebracht worden. Zwei Feuerwehrleute starben in Griechenland Mehrere Waldbrände wüten derzeit auch in Griechenland, der schlimmste im Süden der Insel Kreta. Dort starben drei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten, nachdem sie in ihrem Fahrzeug im dichten Rauch die Orientierung verloren hatten. Rund 8.000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, sagte eine örtliche Behördenvertreterin dem Sender ERT. Der Waldbrand wird durch starke Winde angefacht und bedroht einen Ferienort. Es wird angenommen, dass das Feuer Häuser und landwirtschaftliche Einrichtungen zerstört und Nutztiere getötet hat. Starke Winde behinderten die Arbeit von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Entwarnung gibt es nicht: Die starken Winde sollen in den kommenden Tagen in weiten Teilen Griechenlands anhalten. Das Bürgerschutzministerium warnt vor anhaltend hoher Waldbrandgefahr. Bewohner aus Antalya in Sicherheit gebracht Auch im südtürkischen Antalya bekämpft die Feuerwehr seit Dienstag mehrere Brände in der Touristenregion, von denen ein Großteil gelöscht werden konnte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Weil die Brände Wohngebiete erreichten, wurden vorsorglich einige Bewohner in Sicherheit gebracht. Der Gouverneur von Antalya, Hulusi Sahin, erklärte als Gründe für die Brände extreme Hitze, starke Winde und trockene Luft. Außerdem wurden Brände in den Provinzen Balıkesir, Kütahya, Çanakkale und Yalova gemeldet, die im Westen der Türkei südlich von Istanbul liegen. Ein weiterer Brand in der Provinz Muğla im Südwesten der Türkei wird derzeit ebenfalls bekämpft. Brand in Chiemgauer Alpen Auch in den Chiemgauer Alpen ist ein Brand im schwer zugänglichen Gipfelbereich ausgebrochen. Die Feuerwehr startete einen Großeinsatz im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand, teilte der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mit. Zudem wurde die Bevölkerung in der Gegend um Unterwössen vor der starken Rauchentwicklung gewarnt. »Da werden die Menschen gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten und den Bereich um den Einsatzort zu meiden«, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes. Bereits bei der Alarmierung sei eine deutliche Rauchsäule im Gipfelbereich auf knapp 1.000 Metern Seehöhe zu sehen gewesen.

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