Libanon: Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon
Es handelte sich um die tödlichsten Angriffe seit dem Inkrafttreten des vermeintlichen Waffenstillstands zwischen Israel und der Hisbollah Ende Juni. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur wurden bei einem Luftangriff auf ein Haus am Rande des Dorfes Ansar sieben Menschen, darunter drei Kinder, getötet und zwei weitere verletzt. Bei einem weiteren Angriff auf das Dorf Deir al-Zahrani seien vier Menschen getötet und 17 verletzt worden. Die israelische Armee erklärte, sie habe »Terror-Infrastruktur« der Hisbollah angegriffen. Demnach handelte es sich bei dem Angriff um eine »Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone«. Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Hisbollah droht mit Vergeltung Die libanesische Regierung verurteilte die israelischen Angriffe. Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte auf X , es handele sich um eine »äußerst ernste Angelegenheit«, die Bemühungen zur Stabilisierung untergrabe. Die Hisbollah drohte Israel hingegen mit Vergeltung. Sie kündigte eine »angemessene Antwort« an und rief die libanesische Regierung auf, »den erniedrigenden Weg der direkten Verhandlungen« mit Israel zu verlassen. Für Anfang September ist in Rom eine weitere Gesprächsrunde in den Verhandlungen über ein Friedensabkommen geplant.