DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold 0,00 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber +0,36 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -3,58 % 113,43 USD 21:59:57 WTI 0,00 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,55 % 77.864,22 USD 12:05:33 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 06:21:10 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 06:21:10

Südukraine: Gouverneur ruft Einwohner von Cherson zur Evakuierung auf

Welt

Angesichts der zunehmenden russischen Angriffe auf Cherson haben die Behörden die Einwohner der südukrainischen Stadt zur Evakuierung aufgerufen. »Ich wende mich erneut an die Einwohner von Cherson, insbesondere an Familien mit Kindern und ältere Menschen: Wenn Sie die Möglichkeit haben (...), bitte verlassen Sie die Stadt«, schrieb der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram.

Aufgrund der russischen Angriffe bestehe die Gefahr, dass die Strom- und Wärmeversorgung in der Stadt für längere Zeit ausfallen könnte. Prokudin sprach von einer »äußerst schwierigen Sicherheitslage« in Cherson. Russland intensiviere »täglich seine Angriffe auf die kritische Infrastruktur in der Region«.

In der Nacht zum Donnerstag habe die russische Armee »erneut das Fernwärmekraftwerk von Cherson mit Gleitbomben angegriffen«. Die Anlage sei dabei stark beschädigt worden. »Cherson könnte ohne Strom und Heizung dastehen, und zwar nicht nur für einige Stunden oder Tage, sondern für einen langen Zeitraum«, warnte der Gouverneur.

Prokudin zufolge setzt Russland in der Region verstärkt Lenkbomben und mit Düsentriebwerken ausgestattete Drohnen ein, gegen die Flugabwehr derzeit machtlos sei.

Cherson, wo vor dem Krieg rund 280.000 Menschen lebten, stand von März bis November 2022 unter russischer Kontrolle und liegt nahe der Front.

Im vergangenen Winter hatte die russische Armee immer wieder ukrainische Kraftwerke angegriffen und damit zeitweise Millionen Menschen in Kälte und Dunkelheit gestürzt.

Attacken auf Kyjiw

Russland hat die ukrainische Hauptstadt am Donnerstag am helllichten Tag mit Drohnen angegriffen. In Kyjiw wurde nach Angaben der Behörden ein Mann verletzt. Bei weiteren russischen Angriffen in anderen Landesteilen wurden mindestens ein Mensch getötet und weitere verletzt. Die Attacke auf Kyjiw reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein.

Bereits in der Nacht hatte Russland mehrere Regionen der Ukraine mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der Leiter der Kyjiwer Regionalverwaltung, Tymur Tkatschenko, erklärte, die Hauptstadtregion sei die ganze Nacht über mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen attackiert worden. Dabei seien unter anderem Lagerhäuser getroffen worden.

In der nordöstlichen Region Sumy wurde nach Behördenangaben ein Mensch getötet, vier weitere wurden verletzt. In Odessa am Schwarzen Meer sowie in den südlichen Regionen Saporischschja und Cherson wurden jeweils drei Menschen verletzt. In der Großstadt Cherson seien mitten am Tag zivile Verkehrsmittel angegriffen worden, erklärte der Leiter der Stadtverwaltung, Jaroslaw Schanko.

Russland hat seine Angriffe auf Kyjiw zuletzt verstärkt und greift dabei zunehmend auch tagsüber an. Erst am Wochenende hatte die russische Armee die Hauptstadtregion am helllichten Tag mit einer ballistischen Rakete attackiert. Im Bezirk Boryspil am östlichen Stadtrand wurden dabei nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet. Moskau erklärte dazu, Ziel seien Lastwagen für den Transport ukrainischer Langstreckendrohnen gewesen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneuerte am Donnerstag seine Forderung an die Verbündeten nach zusätzlicher Ausrüstung zur Abwehr ballistischer Raketen. Die Ukraine hatte ihrerseits in den vergangenen Monaten ihre Luftangriffe auf Ziele im russischen Staatsgebiet verstärkt. Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland dauert inzwischen seit viereinhalb Jahren an.

Lesen Sie die Reportage aus der Ukraine: Tanken kann lebensgefährlich sein: Entlang einer wichtigen Fernstraße stürzen sich russische Drohnen auf Tankstellen, mehr als 200 sind schon in Flammen aufgegangen. Die Ukrainer reagieren mit Trotz .

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren