SuedLink quert Elbe: "Zentraler Baustein für Energiewende"
Stand: 17.08.2026 07:26 Uhr Die Arbeiten an der Stromtrasse SuedLink kommen immer weiter voran. Der Tunnel unter der Elbe zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen ist fertig. Die Elbquerung gilt als Meilenstein für das Projekt. Zum symbolischen Tunneldurchschlag heute Vormittag haben sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) angekündigt. In einem 25 Meter tiefen Schacht in Wischhafen wird die Tunnelbohrmaschine "Elsa" erwartet. Vor eineinhalb Jahren war sie in Wewelsfleth am nördlichen Elbufer gestartet - und hat sich seitdem mehr als fünf Kilometer unter der Elbe durchgebuddelt. Durch diesen Tunnel sollen Gleichstromkabel für die SuedLink-Trasse geführt werden. "Ein zentraler Baustein für die Energiewende in Deutschland", sagte Energieminister Meyer. Trasse soll zehn Millionen Haushalte mit Strom versorgen Mit der Stromautobahn soll Windenergie von Schleswig-Holstein in den Süden transportieren werden. Im Zuge der Energiewende ist geplant, mehr Strom von Windanalgen in Norddeutschland produzieren zu lassen. Zudem soll SuedLink Strom aus Photovoltaik-Anlagen in Süddeutschland in den Norden befördern oder im Zusammenspiel mit anderen Trassen Strom aus norwegischer Wasserkraft nach Deutschland bringen. Rechnerisch soll SuedLink zehn Millionen Einfamilienhaushalte mit Strom versorgen können. SuedLink soll 2028 in Betrieb gehen SuedLink ist rund 700 Kilometer lang und soll komplett unterirdisch verlaufen. 320 Kilometer der Leitung laufen durch Niedersachsen. Die Arbeiten für die unterirdischen Trassen finden an vielen Stellen gleichzeitig statt. Ende 2027 sollen die Kabel in den nun fertigen Tunnel unter der Elbe eingezogen werden. Ende 2028, und damit sechs Jahre später als ursprünglich gedacht, ist die Inbetriebnahme von SuedLink geplant.