SuedLink quert Elbe: "Zentraler Baustein für Energiewende"
Stand: 18.08.2026 09:09 Uhr Die Arbeiten an der Stromtrasse SuedLink kommen immer weiter voran. Der Tunnel unter der Elbe zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen ist fertig. Die Elbquerung gilt als Meilenstein für das Projekt. Beim symbolischen Tunneldurchschlag waren am Montagvormittag Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) und Ina Kamps, operative Geschäftsführerin von Tennet, anwesend. Vor eineinhalb Jahren war die Tunnelbohrmaschine "Elsa" in Wewelsfleth am nördlichen Elbufer gestartet. Seitdem hat sie sich mehr als fünf Kilometer unter der Elbe durchgebuddelt und nun den 25 Meter tiefen Zielschacht in Wischhafen erreicht. Durch diesen Tunnel sollen Gleichstromkabel für die SuedLink-Trasse geführt werden. Günther: Energieversorgung wird durch SuedLink "resilienter" "Ein zentraler Baustein für die Energiewende in Deutschland", sagte Energieminister Meyer. Er sprach von einem wichtigen Schritt "für eine klimafreundliche und günstige Versorgung aus heimischen erneuerbaren Energien". Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther sieht in dem Projekt großes Potential - nicht nur für den Norden. "Projekte wie SuedLink machen uns in Deutschland und Europa bei der Energieversorgung generell unabhängiger und resilienter", sagte Günther. "All das hilft dabei, dass wir weniger angreifbar und verletzlich sind." Trasse soll zehn Millionen Haushalte mit Strom versorgen Mit der Stromautobahn soll Windenergie von Schleswig-Holstein in den Süden transportiert werden. Im Zuge der Energiewende ist geplant, mehr Strom von Windanlagen in Norddeutschland produzieren zu lassen. Zudem soll SuedLink Strom aus Photovoltaik-Anlagen in Süddeutschland in den Norden befördern oder im Zusammenspiel mit anderen Trassen Strom aus norwegischer Wasserkraft nach Deutschland bringen. Rechnerisch soll SuedLink zehn Millionen Einfamilienhaushalte mit Strom versorgen können. SuedLink soll 2028 in Betrieb gehen SuedLink ist rund 700 Kilometer lang und soll komplett unterirdisch verlaufen. 320 Kilometer der Leitung laufen durch Niedersachsen. Die Arbeiten für die unterirdischen Trassen finden an vielen Stellen gleichzeitig statt. Ende 2027 sollen die Kabel in den nun fertigen Tunnel unter der Elbe eingezogen werden. Ende 2028, und damit sechs Jahre später als ursprünglich gedacht, ist die Inbetriebnahme von SuedLink geplant.