DAX -0,99 % 26.078,14 Pkt 11:45:02 MDAX -1,60 % 31.839,94 Pkt 11:45:02 Euro Stoxx 50 -0,01 % 6.467,55 Pkt 11:45:00 Dow Jones -0,72 % 53.343,40 Pkt 22:40:06 S&P 500 -1,21 % 7.691,76 Pkt 22:38:24 Nasdaq -1,64 % 26.289,71 Pkt 23:15:59 Nikkei -3,16 % 65.326,42 Pkt 08:45:03 Gold +1,13 % 4.415,30 USD 11:50:01 Silber -1,10 % 63,24 USD 11:49:59 Brent +0,77 % 91,72 USD 11:49:58 WTI -0,25 % 84,73 USD 11:49:56 Bitcoin -0,48 % 64.371,57 USD 11:59:19 EUR/USD +0,23 % 1,16100 USD 11:59:56 EUR/GBP +0,14 % 0,85600 GBP 12:00:02 EUR/CHF +0,15 % 0,94030 CHF 12:00:01 EUR/JPY +0,06 % 184,641 JPY 12:00:02

Super E10 steigt Richtung Allzeit-Hoch, weiter gefahren wird dennoch

Wirtschaft

Stand: 19.08.2026 07:36 Uhr Die Preise für Benzin und Diesel steigen weiter. Super E10 liegt nur noch wenige Cent unter seinem Allzeithoch kurz nach dem Beginn des Kriegs in der Ukraine. Heute treiben neben dem Nahost-Konflikt auch die teils historisch niedrigen Pegelstände in deutschen Flüssen die Spritpreise. Weniger Auto gefahren wird bislang trotzdem nicht. von Niels Bula, MDR AKTUELL Das Wiederaufflammen des Iran-Kriegs und Rekord-Niedrigwasser in vielen großen Flüssen lassen die Preise steigen. Laut ADAC nutzen Mineralölkonzerne die aktuellen Krisen aber auch mit überhöhten Preisen aus. Bislang wirken sich die hohen Spritpreise kaum darauf aus, wie viel Auto gefahren wird. Aus Sicht von Alexander von Gersdorff war vor gut zwei Monaten die Welt wieder in Ordnung. Mit Blick auf die Spritpreise damals sagt der Sprecher des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie: "Da kostete ein Liter Super E10 1,80 Euro und jetzt liegen wir bei fast 2,30 Euro. Mitte Juni war auch noch der Tankrabatt gültig." Nahost-Konflikt und Rekord-Niedrigwasser Ein Grund für die hohen Preise sei der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Die Situation habe sich dort noch einmal verschärft. "Börsen reagieren auch auf Erwartungen. Wenn man nur die Erwartung hat, dass es schlechter oder nicht besser wird, steigt der Rohölpreis schon – und entsprechend auch die Produktpreise für Benzin und Diesel." Dann werde es in Deutschland wie in ganz Europa an der Tankstelle teurer. Also wird es dann leider auch in Deutschland, aber auch in ganz Europa an der Tankstelle teurer. Alexander von Gersdorff, Sprecher des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie In der vergangenen Woche stiegen die Ölpreise um mehr als fünf Prozent, nachdem eine saudische Staatsraffinerie und mehrere Tanker der Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen worden waren. Die Emirate machten den Iran dafür verantwortlich. Daraufhin passierten weniger Schiffe die Straße von Hormus. Ein weiterer Grund ist der niedrige Wasserstand in Deutschlands Flüssen wegen Dürre. Gütertransporte müssen vom Wasser auf die Straße wechseln und verknappen so zusätzlich das Kraftstoffangebot. Niedrige Wasserpegel machen Sprit regional teurer Die Folgen seien regional aber unterschiedlich spürbar, erklärt ADAC-Sprecherin Katrin van Randenborgh. "In Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz addiert sich nochmal auf, dass der Rhein so wenig Wasser führt. Inzwischen ist es tatsächlich so, dass Mecklenburg-Vorpommern das günstigste Bundesland ist." Sonst gehöre es eher zu den höherpreisigen Bundesländern. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen spielt der Gütertransport auf dem Wasser eine geringere Rolle. Die mitteldeutschen Länder landen im deutschlandweiten Vergleich der Spritpreise im Mittelfeld. Wir sehen auch, dass im Schatten der Konflikte und globalen Unsicherheiten ordentlich Kasse gemacht wird. Katrin van Randenborgh, ADAC "Was wir als ADAC aber tatsächlich auch immer wieder feststellen ist, dass die Preise deutlich überhöht sind und Mineralölkonzerne ein Stück weit Marge machen. Und das sehen wir auch, dass im Schatten der Konflikte und globalen Unsicherheiten ordentlich Kasse gemacht wird." Autos werden trotzdem nicht öfter stehen gelassen Und wie reagieren Autofahrerinnen und -fahrer in Leipzig darauf? "Es ist heftig. Man richtet sich ein bisschen danach ein. Man fährt weniger und zielbewusster, man organisiert einiges anders", sagt einer der Befragten. "Wir können nicht mehr so rumkutschen, wie wir es vorher gewöhnt waren. Man muss bisschen aufpassen", sagt eine andere. Und ein weiterer erklärt: "Ich fahre immer vorsichtig. Die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h wird eingehalten und entsprechend weniger verbrauche ich trotz des großen Autos."

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