DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,04 % 4.098,60 USD 22:59:54 Silber -1,77 % 57,78 USD 22:59:48 Brent +1,22 % 90,12 USD 20:28:19 WTI +3,84 % 86,80 USD 22:59:59 Bitcoin +0,11 % 62.890,08 USD 03:19:44 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:22 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:22 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:22 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:22

SuperAger: Doppelt so viele neue Nervenzellen trotz gleicher Gene

Allgemein

Menschen über 80 mit der Denkfähigkeit von 60-Jährigen – SuperAger trotzen dem Alter. Forscher entdecken nun: Ihre besondere Widerstandsfähigkeit hat weniger mit ihren Genen zu tun als gedacht. Stattdessen spielen erstaunliche Regenerationsprozesse im Gehirn und der Lebensstil die Hauptrolle. Gleiche Risikogene, bessere Leistung Eine Studie der University of Chicago, veröffentlicht am 31. Juli 2026 in der Fachzeitschrift Alzheimer's Research & Therapy, verglich 142 SuperAger mit 89 Gleichaltrigen. Das Ergebnis überraschte: Bei den bekannten Alzheimer-Risikogenen gibt es kaum Unterschiede zwischen den Gruppen. Die Risiko-Variante APOE ?4 fand sich bei 16 Prozent der SuperAger, in der Kontrollgruppe bei 19 Prozent. Die schützende Variante APOE ?2 trat in beiden Gruppen gleich häufig auf – jeweils bei 13 Prozent. Auch bei polygenen Risikoscores, die die Wirkung vieler kleiner Genvarianten bündeln, zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. SuperAger bleiben offenbar trotz durchschnittlichem genetischen Risiko kognitiv fit. Doppelt so viele neue Nervenzellen Die klassische Genomik liefert also wenig Erklärung. Dafür rückt die Zellforschung in den Fokus: Eine Studie vom 30. Juli 2026 zeigt, dass SuperAger doppelt so viele neue Neuronen bilden wie gesunde Gleichaltrige. Im Vergleich zu Alzheimer-Patienten ist die Rate sogar 2,5-mal höher. Besonders im Hippocampus, dem Zentrum des Gedächtnisses, unterstützt eine förderliche Umgebung die Entwicklung junger Nervenzellen. Zusätzlich verfügen SuperAger über einen dickeren cingulären Kortex und größere Neuronen im entorhinalen Kortex. Einzelzell-Analysen identifizierten spezifische Astrozyten als mögliche Schlüsselfiguren dieser neuronalen Widerstandsfähigkeit. Ergänzend zeigt Forschung der UNSW Sydney: Gefäßgesundheit und lebenslanges Lernen halten das Gehirn auch bei vorhandenen pathologischen Veränderungen funktionsfähig. Anzeige Die Forschung zeigt: SuperAger bilden doppelt so viele neue Nervenzellen – und das ist kein Zufall. Ihr Lebensstil spielt die Hauptrolle. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Gehirngesundheit aktiv fördern können. Jetzt kostenlosen Gehirn-Gesundheits-Guide anfordern Bewegung als Schutzschild Die University of Chicago fand zudem: SuperAger pflegen aktive soziale Netzwerke und berichten von hoher Beziehungszufriedenheit. Erstaunlich: Ein Teil der kognitiv fitten Senioren rauchte trotzdem – offenbar können andere Faktoren diesen Risikofaktor ausgleichen. Mobilität scheint besonders wichtig. Eine im Juli 2026 in Neurology veröffentlichte Analyse zeigt: Über 80-Jährige mit einer Gehgeschwindigkeit von etwa 1,3 Metern pro Sekunde – die Forscher nennen sie „Super Movers“ – haben ein um 50 Prozent geringeres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen. Die Bewegung korreliert mit langsamerem Gedächtnisabbau und einem größeren Hippocampus-Volumen. Besser durchblutetes Gehirn, langsameres Altern. Was lässt sich vorbeugen? Anzeige Angst vor kognitivem Abbau? Die gute Nachricht: Rund 45 Prozent aller Demenzfälle wären vermeidbar. Mit den richtigen Präventionsmaßnahmen können Sie Ihr Risiko senken. Präventions-Checkliste jetzt sichern Die Lancet-Kommission schätzt: Rund 45 Prozent aller Demenzfälle wären vermeidbar. Anfang Juli 2026 übernahm die WHO den entsprechenden Bericht. Die 14 identifizierten Risikofaktoren umfassen Rauchen, Alkohol, Bluthochdruck, Diabetes, soziale Isolation und Bewegungsmangel. Wie schwer Gebrechlichkeit wiegt, zeigt eine Langzeitstudie der University of Queensland aus dem Juli 2026: Bei 1.600 Teilnehmern über 24 Jahre zog körperliche Fragilität eine Demenzdiagnose um zwei bis sechs Jahre vor – unabhängig vom APOE-Status. Die Botschaft der Experten ist klar: Krafttraining und gezielte Ernährung stärken die physische Widerstandsfähigkeit. Und damit auch den Geist.

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