DAX +0,19 % 26.141,52 Pkt 17:12:13 MDAX +0,80 % 32.077,24 Pkt 17:12:17 Euro Stoxx 50 +0,61 % 6.461,31 Pkt 17:12:15 Dow Jones -0,59 % 53.150,04 Pkt 17:27:17 S&P 500 -0,41 % 7.676,19 Pkt 17:27:13 Nasdaq -0,62 % 26.166,57 Pkt 17:27:12 Nikkei -0,30 % 66.016,36 Pkt 08:45:03 Gold +3,06 % 4.654,40 USD 17:17:07 Silber +1,88 % 69,31 USD 17:17:14 Brent +0,27 % 94,03 USD 17:17:10 WTI -1,30 % 86,69 USD 17:17:16 Bitcoin +6,49 % 77.771,38 USD 17:27:15 EUR/USD +0,03 % 1,16780 USD 17:26:56 EUR/GBP -0,20 % 0,85660 GBP 17:27:17 EUR/CHF +0,53 % 0,93610 CHF 17:27:17 EUR/JPY +0,47 % 185,630 JPY 17:27:17

Susan Kare: Wie die Designerin die frühen Mac-Icons prägte

Allgemein

Inhaltsverzeichnis Ein Druck auf die CMD-Taste des Macs genügt, um mit der Arbeit von Susan Kare in Berührung zu kommen. Die Grafikdesignerin aus den Anfangstagen des Macs hat sich an vielen Stellen im Apple-Design verewigt. Auf Einladung des Start-up-Förderers Y Combinator gab die 72-Jährige jetzt interessante Einblicke in die Entstehung der frühen Icons und Maus-Bedienelemente. Weiterlesen nach der Anzeige Die studierte Kunsthistorikerin hatte eigentlich gar keinen Bezug zur Technikwelt. Erst ein Anruf ihres Jugendfreunds und Mac-Systemprogrammierers Andy Hertzfeld brachte sie mit dem Mac in Berührung. Bei Apple wurde 1983 nach einer Person gesucht, die die ersten grafischen Elemente kreiert – unter aus heutiger Sicht haarsträubenden Rahmenbedingungen: Nur 16 × 16 Pixel durften die Symbole zunächst groß sein, etwas später dann 32 × 32 Pixel. Auch auf Farbe musste verzichtet werden. Icon-Entwürfe auf Millimeterpapier Kare bewarb sich mit selbst gebastelten Icon-Entwürfen auf Millimeterpapier, erinnert sie sich in dem Vortrag, der auf YouTube zum Abruf bereitsteht. Für die Umsetzung in den Computer schrieb Hertzfeld eigens einen bitweise funktionierenden Icon-Editor, der automatisch Hex-Code erzeugte. Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen. Während ihrer Zeit bei Apple prägte Kare viele grafische Elemente. Der lachende Mac (Happy Mac) geht zum Beispiel auf sie zurück – er folgt einem Prinzip, das später auch der Comic-Theoretiker Scott McCloud beschrieb. Es besagt, dass Minimalismus dazu führt, dass sich mehr Menschen mit solchen Symbolen identifizieren können und diese verständlich bleiben. Die Reduzierung aufs Wesentliche führte aber auch zu Missverständnissen: Das Symbol der Bombe für einen Systemabsturz habe einen Nutzer so verunsichert, dass er glaubte, sein Rechner könne gleich explodieren. Jobs wollte Weltstadt-Namen für Schriftarten Kare zeichnet sich auch verantwortlich für einige Schriftarten. Sie entwickelte „Chicago“, die später auch auf dem ersten iPod verwendet wurde, sowie „New York“ und „Geneva“. Die Städtenamen gingen übrigens auf Steve Jobs zurück, der forderte, dass es schon mindestens Weltstädte sein müssten und keine Vor-Ort-Namen, wie es aus dem Team angeregt wurde. Kare entwickelte auch eine Schriftart namens „San Francisco“, die allerdings nicht mit der heutigen Standard-Schriftart Apples zu tun hat, die das Unternehmen viele Jahre später auflegte. Weiterlesen nach der Anzeige Berührungspunkte mit Kares Arbeit gab es aber auch anderswo in der Technikwelt: So schuf sie die ersten Farbversionen der Windows-3.0-Icons für Microsoft und war eine der ersten Mitarbeiterinnen bei Steve Jobs’ Firma NeXT, wo sie als Creative Director tätig war. Auch für Facebook und Pinterest war sie aktiv. In einer frühen Version des Spiels Solitär von Microsoft prägte sie das Aussehen der Karten. Wiedersehen mit dem CMD-Symbol in Schweden Mit dem CMD-Tasten-Symbol gab es für Susan Kare übrigens ein unerwartetes Wiedersehen in Schweden. Dort kommt das Kleeblatt-Symbol als Schild zum Einsatz, das auf Sehenswürdigkeiten hinweist – abgeleitet vom Grundriss der Burgruine Borgholm. Kare wollte eigentlich auch lieber das Apple-Logo nehmen, doch Steve Jobs fand den Einsatz des Logos zu inflationär und markenrechtlich schwierig. Deshalb begab sich Kare auf die Suche nach einem alternativen Symbol und wurde in einem Buch fündig.

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