Sven Müller tritt aus CDU aus
Stand: 07.10.2026 16:51 Uhr
Ein bekanntes Gesicht verlässt die CDU Mecklenburg-Vorpommern: Der Sprecher der Vereinigung der Unternehmensverbände Sven Müller tritt nach 44 Jahren aus seiner Partei aus.
Er bleibe Christdemokrat - betont Müller - aber nicht in dieser CDU. Letzter Anstoß für seine Entscheidung, sagt er auf NDR Nachfrage, sei die Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachen-Anhalt gewesen. Der hatte gestern nicht nur Stimmen von AfD und BSW bekommen, sondern wohl auch aus anderen Reihen - denen der CDU, so der Verdacht, der seitdem öffentlich diskutiert wird. Müller kritisiert, die Partei zeige in diesem Fall keine "klare Haltung". Er fühle sich nicht mehr wohl in dieser CDU, die sich aus seiner Sicht ohne Leitplanken wie ein - so Müller wörtlich - "führerloses Schiff im Wasser" bewege.
Keine weiteren Austrittserklärungen
Mit der Wahlniederlage der Christdemokraten bei der Landtagswahl und ihrem Ausscheiden aus dem Landtag habe die Entscheidung dagegen nichts zu tun, betont Müller - ebenso wenig mit seinem Beruf als Sprecher der Unternehmensverbände. Mehr als diese einzelne Reaktion hat die Lage in Sachsen-Anhalt im CDU Landesverband Mecklenburg-Vorpommern aber offenbar bislang nicht ausgelöst: Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit, es seien in den letzten Tagen keinerlei Austrittserklärungen eingegangen.