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Sven Schulze: CDU-Landeschef verteidigt Dieter Hallervorden

Nation

"Didis" umstrittene Haltung Hallervorden löst Wirbel aus – CDU-Landeschef erklärt sich Von t-online, cc Aktualisiert am 04.08.2026 - 01:46 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Dieter Hallervoren macht Wahlkampf für die CDU. Das sorgt für Irritationen – sogar in der Partei selbst. Eine Frage steht dabei besonders im Fokus. Dieter "Didi" Hallervorden ist 90 Jahre alt. Aber er ist nicht leise. Immer wieder mischt sich der Schauspieler und Kabarettist in den gesellschaftlichen Diskurs ein. Der Künstler hat seine Arbeit in den vergangenen Jahren ausdrücklich auch als politische Einmischung verstanden. Nun spielt Hallervorden auch im Wahlkampf in Ostdeutschland eine Rolle. Doch die gefällt nciht jedem. Am Rande einer Veranstaltung mit dem Schauspieler hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze den Schauspieler verteidigt. Schulze betonte ganz bewusst die Unterschiede bei manchen Positionen zwischen ihm und Hallervorden. Etwa beim Gaza-Krieg. "Ich persönlich teile beispielsweise nicht die Meinung, an mancher Stelle zum Thema Israel zum Thema Gaza. Ich stelle in keinster Weise das Existenzrecht Israels infrage und auch zum Thema Völkermord habe ich eine völlig andere Meinung", sagte Schulze vor Beginn der ausverkauften Veranstaltung. Dieter Hallervorden: "Das möchte ich unbedingt verhindern" Wahlkampf in Sachsen-Anhalt: Hallervorden-Auftritt schreckt CDU auf Zugleich betonte er, dass man auch mal Gegenrede aushalten müsse. Hallervorden wiederum sagte, dass auch er das Existenzrecht Israels nicht infrage stelle. Beim Thema Völkerrecht empfahl er jedoch der CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann "Nachhilfe". Hallervorden lobt Schulzes Rückgrat Dieter "Didi" Hallervorden unterstützt Schulze im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, weil er nach eigenen Aussagen eine absolute Mehrheit der AfD in dem Bundesland verhindern will. Die Auftritte von Hallervorden bei CDU-Wahlkampfveranstaltungen hatten teils Irritationen ausgelöst – auch in der CDU. So wird, während Hallervorden ein Lied singt, in einem Video ein Bild eingeblendet, von einer Demonstration mit dem Schriftzug "Stoppt den Völkermord in Gaza". CDU-Generalsekretärin Hoppermann hatte dazu in der "Bild" gesagt: "Für die CDU Deutschlands ganz klar: Es gibt keinen Völkermord in Gaza, wir stehen an der Seite Israels und der Ukraine im Kampf gegen den Terror und Aggression." Hallervorden lobte bei der dritten Auflage der Veranstaltung in seiner Geburtsstadt Dessau Schulzes Rückgrat, wie er sagte. "Aber sie [Anm.: Hoppermann] hat nicht damit gerechnet, dass ein Ministerpräsident namens Sven Schulze so viel Rückgrat hat, zu sagen: Wir lassen uns von denen in Berlin nicht vorschreiben, wie wir in Sachsen-Anhalt Wahlkampf zu machen haben", sagte der Schauspieler in Richtung der CDU-Generalsekretärin. Schulze: Möchte so ein Land nicht regieren Auch Schulze positioniert sich eindeutig für die Meinungsfreiheit. Diese müsse auch seine Partei aushalten können. Bei einer Veranstaltung in Magdeburg sagte er vergangene Woche: "Kann der denn eine Veranstaltung machen, wo der Dieter Hallervorden so ein Lied singt? Ich sage ja, weil das ist eigentlich das, was ich mir vorstelle." Damit spielte der Ministerpräsident selbst auf einen umstrittenen Song Hallervordens aus dem vergangenen Jahr an, in dem dieser die Wörter "Neger" und "Zigeuner" verwendet hatte. Dem 90-Jährigen war daraufhin Rassismus vorgeworfen worden. Der Künstler selbst verteidigte sich damals, indem er seinen Kritikern mangelnden Mut vorwarf und die Vorwürfe gegen ihn als Modeerscheinung abtat. Die ARD stellte sich ebenfalls hinter den Entertainer. Er habe den Wandel der Sprache bewusst "überspitzt" thematisiert. Der Sender verwies unter anderem auf den "satirischen Kontext" des Vortrags. Sachsen-Anhalts-Landeschef Schulze verteidigte Hallervordens Auftritt im Wahlkampf ebenfalls deutlich: "Ich möchte kein Land haben und kein Land regieren als Ministerpräsident, wo ich das Gefühl habe, hoffentlich sprechen sie alle das, was ich sage. Sondern ich möchte schon auch Gegenrede haben."

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