Switch 2: Werden die Fan-Wünsche endlich erhört? Nintendo soll neues Modell planen
Obwohl Nintendo mit der im vergangenen Sommer veröffentlichten Switch 2 in mehreren Regionen neue Verkaufsrekorde aufstellte und Spieler mit Titeln wie „Mario Kart: World“ oder „Donkey Kong Bananza“ begeisterte, blieb unter dem Strich ein Kritikpunkt, der immer wieder von der Community angeführt wird. Die Rede ist vom LCD-Display der Switch 2: Laut Expertenmeinungen muss es sich qualitativ hinter dem Bildschirm der ursprünglichen Switch einordnen. Besonders bei actionreichen Spielen neigt das Panel der Switch 2 zu unschöner Schlierenbildung, was den Spielspaß mitunter empfindlich beeinträchtigen kann. Zudem bemängeln viele Spieler, dass die Switch 2 bisher ausschließlich mit einem LCD-Display und nicht in einer OLED-Variante erhältlich ist. Ein Manko, dessen sich Nintendo aktuellen Berichten zufolge bewusst ist und das der Konzern über kurz oder lang durch die Veröffentlichung eines entsprechenden Modells beheben könnte. OLED-Modell im Jahr 2028? Dies geht zumindest aus einem Bericht von ZDNet Korea (via TechPowerUp) hervor, demzufolge Nintendo tatsächlich die Veröffentlichung eines OLED-Modells der Switch 2 mit verbesserter Bildqualität bei Full-HD-Auflösung in Erwägung zieht. Weiter heißt es, dass die Entwicklung eines solchen Modells Ende 2026 anlaufen könnte. Sollte anschließend alles nach Plan verlaufen, könnte eine Serienfertigung Ende 2027 oder Anfang 2028 starten. Dies würde darauf hindeuten, dass eine Markteinführung des OLED-Modells im besten Fall im Jahr 2028 erfolgen könnte. Wie ZDNet Korea ergänzt, ist bezüglich des neuen Modells allerdings noch nichts spruchreif. Da sich abzeichnet, dass die Produktionskosten einer OLED-Variante, deren Bildschirm wie beim Vorgängermodell von Samsung stammen dürfte, deutlich über denen des aktuellen LCD-Displays liegen, soll Nintendo die Entwicklung noch nicht offiziell freigegeben haben. Neben den höheren Panel-Preisen erschweren zudem die gestiegenen Kosten für Arbeits- und Systemspeicher Nintendos Kalkulation maßgeblich. Wirtschaftliche Risiken im Fokus Dies wiederum werfe die Frage auf, ob ein mögliches OLED-Modell der Switch 2 wirtschaftlich überhaupt Sinn ergibt. Schließlich müsste Nintendo die Mehrkosten für das OLED-Panel an die Konsumenten weitergeben, was den Verkaufspreis einer Switch 2 OLED im Vergleich zum Standardmodell um einen zweistelligen bis dreistelligen Betrag ansteigen lassen könnte, wie TechPowerUp schreibt. „Sollte der Engpass bei Arbeitsspeicher und internen Speichermodulen weiter anhalten, droht zudem eine allgemeine Preiserhöhung für das reguläre LCD-Modell, wodurch die OLED-Variante wirtschaftlich riskant werden würde. Aus diesem Grund debattiert das Unternehmen derzeit intern, ob die Entwicklung überhaupt gestartet werden soll“, so TechPowerUp weiter. Aktuellen Berichten zufolge reagiert Nintendo auf die Kritik am Bildschirm der Switch 2 nicht nur mit dem Entwurf einer möglichen OLED-Variante. So sind kürzlich Bilder eines überarbeiteten Modells aufgetaucht, das mit einem Display von Sharp ausgestattet ist, welches die Ghosting-Problematik möglicherweise beheben könnte. Eine offizielle Stellungnahme seitens Nintendo zu diesem Thema steht bislang jedoch noch aus.