Syriens Ex-Machthaber Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt
Ein syrisches Gericht hat den gestürzten Präsidenten des Landes Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Ihm wurde vorsätzlicher Mord an mehreren Menschen, Folter, willkürliche Inhaftierung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Assad hält sich derzeit in Russland auf, eine Auslieferung ist nicht absehbar. Das Urteil in der Hauptstadt Damaskus wurde live im syrischen Staatsfernsehen verlesen. Auch Assads Bruder Mahir al-Assad, sein Cousin Atef Nadschib, sowie weitere Vertreter der gestürzten Regierung wurden in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Ihnen wurde vorsätzlicher und geplanter Mord sowie Folter mit Todesfolge zur Last gelegt. Jubel bei Urteilsverkündung Vor dem Justizpalast in Damaskus versammelten sich während der Urteilsverkündung zahlreiche Menschen. Nach dem Todesurteil gegen Nadschib brachen Jubel und Freudenschreie aus. Die Verfahren sind Teil einer Reihe von Prozessen gegen prominente Vertreter der früheren syrischen Assad-Regierung. Als die Rebellenallianz im Dezember 2024 kurz vor der Hauptstadt Damaskus stand, floh Machthaber Assad mit seiner Familie nach Russland. Auch Assads jüngerer Bruder Mahir soll sich nach Moskau abgesetzt haben. Er ist in Syrien als brutaler "Schlächter" bekannt. Eine Vollstreckung der Strafen in Syrien schien bisher unwahrscheinlich.