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Tag des offenen Denkmals: Wo gibt es was zu sehen?

Nation

Stand: 13.09.2026 07:09 Uhr

Über 5.000 Denkmaltüren haben heute deutschlandweit geöffnet - Orte, die sonst nicht zugänglich sind. Zu erleben sind historische Handwerkstechniken und exklusive Restaurierungsmaßnahmen.

Heute gibt es wieder die Möglichkeit, durch geheimnisvolle Burgen, verwinkelte Fachwerkhäuser oder prunkvolle Kirchenanlagen zu schlendern. Am Tag des offenen Denkmals öffnen über 5.000 Denkmäler in ganz Deutschland ihre Pforten. Auch im Norden warten Schlösser, historische Gebäude, Windmühlen und Industrieanlagen darauf, entdeckt zu werden.

Es gibt unter anderem Vorträge, Führungen und Spaziergänge, bei denen Experten über die Geschichte der Orte, Gebäude und Industriedenkmäler informieren. Die Veranstalter wollen zeigen, welche Bedeutung die Denkmäler haben und wie wichtig ihr Schutz ist. Eine Karte mit allen Angeboten gibt es online auf der Seite: Tag des offenen Denkmals.

Schleswig-Holstein: Von der Eisenbahnbrücke bis zur Pilgerherberge

In Schleswig-Holstein beteiligen sich nach Angaben der Stiftung Denkmalschutz mehr als 200 Einrichtungen am Tag des offenen Denkmals - und das kostenlos. Unter anderem werden Führungen über die 113 Jahre alte Rendsburger Hochbrücke "Eiserne Lady" angeboten. Hier sollten die Gäste fit sein, Interessierte dürfen keine Atemwegsprobleme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

Weitere Highlights sind Rundgänge durch die ehemalige Dynamitfabrik des schwedischen Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) in Geesthacht und die Besteigung des Wasserturms Mürwik. Auch das Prinzenhaus zu Plön, das historische Laman Trip Haus in Friedrichstadt und das Künstlerhaus Rolf-Dietrich Schmidt in Aventoft können besichtigt werden. Allein in Lübeck finden laut Stadtverwaltung mehr als 60 Veranstaltungen statt, unter anderem im Burgkloster, in der Pilgerherberge und das historische Feuerschiff " Fehmarnbelt" kann besichtigt werden.

Hamburg: Vom Eiskeller bis zur Oldtimerfahrt

Hamburg feiert den Tag des offenen Denkmals ein ganzes Wochenende lang. Zu den Programm-Highlights 2026 zählt unter anderem das Unterfeuer Wittenbergen am Rissener Ufer. Der Leuchtturm von 1899 erhebt sich gut 39 Meter über dem Erdboden. Kleiner Hinweis für den Besuch: Das Denkmal ist nicht barrierefrei und entspricht nicht den heutigen Sicherheitsstandards.

Im Hamburger Stadtteil Altona können Gäste einen Eiskeller besichtigen. Der ist unter dem Haus Lessers Passage 4. Der Eiskeller ist ein Raum tief unter der Erde mit Gewölbe. Sonntagmittag kann er ohne Anmeldung besichtigt werden. Ebenfalls am Sonntag öffnen die Mönche der katholischen Kirche St. Sophien in der Weidestraße ihre Türen, zwischen 14 und 17 Uhr freuen sie sich auf interessierte Gäste in ihrem Kloster.

Für Kinder und Familien gibt es in der Speicherstadt mit Speicherstadtmuseum einiges zu entdecken. "Welterbe Speicherstadt - Eine Tour für kleine Baumeister" heißt die Führung und findet Sonnabend und Sonntag von 13 bis 14.30 Uhr statt. In der Auferstehungskirche Barmbek können Kinder auf Schatzsuche gehen. Sie entdecken die Kirche auf neue Weise, lösen knifflige Rätsel, folgen geheimen Spuren und erkunden verborgene Ecken im Kerzenschein. Los geht die Tour am Sonnabend ab 18 Uhr.

Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommer öffnen am Sonntag viele Denkmäler ihre Türen. Zum Beispiel die Stadtkirche in Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die Kirche ist die älteste erhaltene romanische Hallenkirche im südlichen Ostseeraum. Ab 10 Uhr bieten die Kirchenführer Dr. Gerhard Schotte und Simone Jürß Gespräche und kleine Führungen an. Erstmals gibt es auch Angebote für Kinder. Der Tag endet mit einem Orgelkonzert mit Kantorin Annette Burmeister um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ebenfalls besichtigt werden können am Sonntag die Bockwindmühle Eldena in Greifswald von 10 bis 14 Uhr. Außerdem gibt es Führungen in der Burg Kurzen Trechow, in vielen verschiedenen Kirchen, ehemaligen Fabrikgebäude und im Segelschulschiff Gorch Fock in Stralsund. Das kann Sonntag von 12 bis 17 Uhr besucht werden.

Niedersachsen: Industriedenkmäler und das Königliche Stadtarchiv

In Niedersachsen beteiligen sich mehr als 600 Denkmäler über das gesamte Land verteilt an dem Aktionstag. Die Stadt Hannover begeht den Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr am Sonnabend und am Sonntag. Mehr als 40 Baudenkmäler machen mit. Auf dem Programm stehen unter anderem Besichtigungen, Spaziergänge und Radtouren. Zu den Highlights gehören eine Führung durch das Anzeiger-Hochhaus, durch das Jagdhaus von Graevemeyer oder durch die Wasserkunst Herrenhausen.

Weitere Highlights sind das Königliche Staatsarchiv zu Aurich. Es bietet eine Einführung in Archivinformationssysteme, eine Tauschbörse und einen Bücherflohmarkt an. In Bad Lauterberg öffnet das Industriedenkmal Königshütte seine Türen für Führungen mit geschichtlichen Einblicken und Schaugießen.

In Hollenstedt im Landkreis Harburg können die Viadukte an einer stillgelegten Eisenbahnstrecke besichtigt werden. Und in Lingen gibt es Führungen durch den sanierten Bahnhof, den Pulverturm und den ehemaligen Güterschuppen in der Bernd-Rosemeyer-Straße 10 (heute Tanzgalerie Lorenz).

Deutscher Beitrag zu European Heritage Days

Seit 1993 ermöglicht es der Tag des offenen Denkmals, der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird, historische Bauten, archäologische Stätten und Parks intensiver kennenzulernen. Viele der teilnehmenden Denkmäler sind für gewöhnlich nicht zugänglich. Schirmherr der Veranstaltung ist der Bundespräsident. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 10.09.2026 | 19:30 Uhr

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